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Balack-Weg in Wedel : Die Pflasterung ist abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nein von CDU, FDP und WSI: Wedels Jugendbeirat scheitert mit Forderung nach Befestigung der Alternativ-Route zur B431.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Wedel | Abfuhr für Wedels Jugendbeirat: Mehrheitlich hat der Bauausschuss den Antrag der Jugendlichen auf Pflasterung des Jörg-Balack-Wegs abgelehnt. Lediglich SPD, Grüne und Linke unterstützten die Forderung der Interessenvertreter der jungen Wedeler, mit einer Befestigung die Verbindung zwischen Mühlenteich und Riststraße dauerhaft vor allem für Schüler nutzbar zu machen. CDU, FDP und WSI stimmten dagegen, bedeutet fünfmal Ja und achtmal Nein.

„Die Mühlenstraße ist zu gefährlich für Radfahrer, wir brauchen eine sichere Route vom Bahnhof in die Altstadt“, erläuterte Lucas Harder das Ansinnen des Jugendbeirats. Alternativen seien der Balack-Weg und ein Rad- und Fußweg auf der Südumfahrungstrasse. Diese südliche Variante koste zu viel Geld und Zeit, so Harder. Die Schüler jedoch könnten nicht warten: „Es muss schnell etwas passieren.“ Der Balack-Weg sei nach Regen mehrere Tage nicht nutzbar und zudem gefährlich. Rinnen hätten schon mehrfach zu Verletzungen geführt, so die Argumentation des Jugendbeirats für eine Pflasterung.

„Der Umweltbeirat unterstützt die Forderung ausdrücklich“, ließ Gremiums-Sprecher Rainer Hagendorf wissen. Ebenso klang es bei Ralf Sonntag (Grüne): Der Balack-Weg solle als Teil des Schulwegs sicher und sauber sein. Zudem dienten bessere Wege dem Ziel, mehr Menschen im Innenstadtverkehr vom Auto aufs Rad zu bringen. Hans-Peter Nowak (SPD) und Johannes Schneider (Linke) sprachen sich ebenfalls für eine Befestigung aus, warfen indes auch die Fragen nach Alternativen auf. Auskunft von Birgit Woywod aus dem Bauamt: Klassisch gibt es nur Pflaster oder Asphalt, alles andere seien wassergebundene Oberflächen.

Mangelnde Wartung

Dass eine solche auf dem Balack-Weg zu Problemen führer, zeigte Anwohner Karl Hildebrandt im Rahmen der Einwohnerfragestunde auf. Er führte den oft schlechten Zustand des Wegs indes auf mangelnde Wartung zurück und warnte dringend vor einer Pflasterung. Unter anderem, weil das in Teilstücken starke Gefälle zu noch höheren Geschwindigkeiten bei Radfahrern führe und Sand, Steine oder Laub bei ähnlich nachlässiger Pflege wie aktuell die Rutschgefahr erhöhe. „Ich glaube, wir haben wichtiges zu tun“, so Hildebrandt.

Ganz ähnlich argumentierte Ulrich Kloevekorn (CDU): Seine Partei habe im ersten Anlauf 2012 Nein gesagt und bleibe bei dieser Position. Wenn, dann seien andere Verbindungen dran, etwa der Radweg am Breiten Weg. Zudem werde der Balack-Weg von Fußgängern und Radfahrern genutzt, die teils undiszipliniert rasen würden, so Kloevekorns Fraktionskollegin Kerstin Dorbandt. Mit einer Pflasterung würde auch das zunehmen, so ihre Befürchtung.

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