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Haselau und Holm : Die Museen sind jetzt frühjahrsfrisch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hausputz in der Historischen Sammlung Haselau. Ins Holmer Museum kommen Zeitzeugen und berichten über Bunkeranlagen.

Haselau und Holm | Dass Hausputz so viel Spaß machen kann! 14 Freiwillige aus der Gemeinde Haselau schufteten einen ganzen Tag lang von früh bis in den Nachmittag, um die „Historische Sammlung“ vom Staub und Spinngewebe des Winterschlafs zu befreien. Mit Leuwagen und Feudel, also mit Schrubbern und Putzlappen, aber auch mit einem neumodischen Staubsauger waren sie zugange, draußen vor den beiden Ausstellungsgebäuden in der Haseldorfer Chaussee auch mit Hacken und Schippen, damit alles schmuck ist für die Sommergäste. Und dabei gab es so viel zu lachen, dass man die Truppe schon von weitem hören konnte.

„Dieses Jahr sind wir früh dran“, erzählte Dieter Günther vom Förderverein des kleinen Museums. Denn für Montag wurde schon der erste Reisebus der Saison erwartet, 60 Leute aus Wesselburen. „Und dann geht es immer so weiter bis November“, strahlte der Vereinschef. Die Haseldorfer Gästeführerin Annegret Hamster sorge dafür, dass die Gruppen beim Museum Station machen. Den wirtschaftlichen Nutzen der Gemeinde hatte Günther auch im Blick: „Davon profitiert natürlich unsere Gastronomie.“ Bis zum „Landhaus“ seien es schließlich nur wenige Schritte. Seit 1998 gibt es das Museum im ehemaligen Spritzenhaus der Feuerwehr. Hier kann man anschaulich nachempfinden, wie der Alltag auf dem Bauernhof früher aussah. Im zweiten Raum sind die „Kostbarkeiten“ der Sammlung ausgestellt, darunter auch alte Bücher und das, was früher wahrscheinlich „die gute Stube“ zierte.

2005 kam auf der gegenüberliegenden Straßenseite die alte Durchfahrt der früheren Gaststätte Wüstenberg hinzu. Hier wird heute der Arbeitstag des Marschbauern lebendig – Vorführung inklusive.

Kein Wunder, dass die Fangemeinde wächst. „In jeder Saison werden es mehr. Für Fahrrad-Ausflügler ist der Stopp bei uns fast wie ein Muss“, so Günther. Kinder tauchen hier in eine Märchenwelt ein, für Alte ist der Besuch manchmal ein Nostalgie-Erlebnis.

Die Historische Sammlung Haselau, Haseldorfer Chaussee 50 a, ist von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat  von 14 bis 17 Uhr geöffnet, das nächste Mal am 1. Mai. Für Gruppen können mit dem Vorsitzenden Dieter Günther zusätzliche Termine vereinbart werden unter Telefon 04129-468. historische-sammlung.de Das Holmer Heimatmuseum, Hauptstraße, ist bis Ende Oktober sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Wer die reetgedeckte Scheune außerhalb dieser Zeit besuchen möchte, kann sich mit Dieter Herrmann unter Telefon 04103-6820 oder Manfred Hasenjäger, Telefon 04103-88872, in Verbindung setzen. Auch Hochzeiten sind dort möglich.

Auch in Holm lohnt sich ein Besuch der Museumsscheune an der Hauptstraße. Am kommenden Sonntag, 1.  Mai, erwartet Dieter Herrmann, Vorsitzender des Förderkreis Kultur und Brauchtum, Zeitzeugen. Im Fokus stehen die alten Bunker im Bereich des Bredhornwegs. Heute sind nur noch zwei zerfallene von ehemals sechs der Mannschaftsunterkünfte vorhanden. Es wird zudem ein Modell einer Flakstellung aus dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Das Diorama hat Thorsten Göpfert gebaut, der Sonntag Fragen beantwortet. Mehr als auf den militärischen Aspekt wird darauf eingegangen, wie nach dem Krieg zu den 800 Holmern 850 Flüchtlinge untergebracht werden mussten.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 16:45 Uhr

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