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Moorrege/Hetlingen : Die Marschdörfer sind nur schwer zu erreichen

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Arbeiten an Klevendeicher Brücke schreiten planmäßig voran. Gleichzeitig Sperrungen der Straße von Holm nach Haseldorf.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 17:15 Uhr

Moorrege/Hetlingen | In einem Monat soll es geschafft sein: Mitte Mai kann die Drehbrücke Klevendeich in Moorrege nach einer dreimonatigen Sanierungsphase planmäßig wiedereröffnet werden. „Alle Arbeiten liegen im Zeitrahmen“, konnten Claus Reese und sein Kollege Holger Buhmann vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Itzehoe mitteilen. Der Umweg über Uetersen, den alle Nutzer der denkmalgeschützten Pinnauquerung seit dem 15. Februar in Kauf nehmen müssen, gehört dann der Vergangenheit an. Ab Montag, 18. April, lauern auf die Marschbewohner weitere Verkehrsbehinderungen: Es werden in drei Teilabschnitten Deckeninstandsetzungsarbeiten an der Landesstraße 261 vorgenommen.

Die Korrosion an der Stahlkonstruktion der alten Klevendeicher Brücke war erheblich, die Holzbohlen, die den Straßenbelag bildeten, zum Teil stark verfault. Von der Sanierung erhoffen sich die Mitarbeiter des Straßenbauamts den Erhalt der 129 Jahre alten Brücke für mindestens weitere 15 Jahre. 820.000 Euro der 13,5 Millionen Euro, die Land und Bund bis 2017 in die Infrastruktur im Kreis Pinneberg investieren wollen, fließen in die Sanierung der ältesten funktionsfähigen Drehbrücke Deutschlands. Sie ist Teil der Landesstraße 289 und verbindet seit 1887 die Haseldorfer mit der Seestermüher Marsch zwischen dem Moorreger Ortsteil Klevendeich und Neuendeich.

Mit der Umsetzung der Renovierungs- und Reparaturarbeiten sind Polier Steffen Waurig und seine Kollegen von der Görlitzer Firma Sandstrahl Schuch beschäftigt. „Wir liegen gut in der Zeit“, bestätigte der Vorarbeiter. „Teilweise liegen wir zeitlich vor dem Bauplan“, konnte er berichten. Zu Beginn der Renovierungsarbeiten wurde das Mittelstück der Brücke, das Drehelement, von seinem Sockel gelöst und auf die Klevendeicher Seite gezogen. Anschließend wurden die drei Brückenteile „eingehaust“, mit einem Gerüst aus Holz und Planen umbaut.

„Um arbeiten zu können, brauchen wir bestimmte klimatische Bedingungen. Wir verwenden Mehrkomponentenfarbe. Dafür darf es nicht zu feucht und nicht zu kalt sein“, erläuterte der Vorarbeiter. Besonders fasziniert ist er von den historischen Nietenverbindungen der aus nicht-schweißbarem Stahl gefertigten Brückenkonstruktion. In dem beheizbaren Raum, der unter den Planen entstand, wurde die Baustelle eingerichtet. Der Rost wurde entfernt. Inzwischen ist die mehrfach aufgetragene Beschichtung getrocknet. Parallel werden jetzt die abgetragenen Holzbohlen gewaschen und wenn nötig ersetzt und die Elektrik der Drehkonstruktion generalüberholt. Auch das defekte Drehrad, mit dem die Brücke bis 1975 per Hand geöffnet und geschlossen wurde, wird repariert und soll bis zum 13. Mai in neuem Glanz erstrahlen.

Wer ab 18. April von Holm aus in die Marsch will, muss mit Behinderungen rechnen. Bis maximal 22. April ist die Hetlinger Straße ab dem Holmer Kreisverkehr an der Bundesstraße 431 bis zur Einmündung der Hetlinger Schulstraße in der Zeit von 6.30 bis 18.30 Uhr gesperrt. Busse und Notfallfahrzeuge können passieren. Das Teilstück ab Schulstraße bis Einmündung Altenfelsdeich in Haseldorf wird ab etwa 22. bis 26. April und der Bereich der Haseldorfer Hauptstraße zwischen Landhaus Holst und der Feuerwache ab etwa 27. April saniert.

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