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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 20:52 Uhr

Wedel : Die lange Leitung der Telekom

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wer hat Schuld? Seit Monaten ist das Jugendhaus der Christuskirchengemeinde Schulau ohne Telefonanschluss.

„Tuuut . . . tuuut . . . tuuut“ – ruft man dieser Tage im Jugendhaus der Christuskirchengemeinde Schulau an, ist die Welt noch in Ordnung: Ein Freizeichen ertönt und der Anrufer erwartet, dass jeden Moment dort jemand den Hörer abnimmt. Auf der anderen Seite der Leitung aber ist die Welt überhaupt nicht mehr in Ordnung. Und das schon seit langem. Nimmt man dort im Gemeindehaus den Hörer in die Hand, um zu telefonieren, passiert gar nichts: kein Freizeichen, kein Ton, kein Anschluss.

„Seit Mitte Juli kann man vom Jugendhaus aus nicht mehr telefonieren. Beide Leitungen sind tot.“ Edith Rachor ist sauer. Richtig sauer. Denn genauso lange, auch seit Mitte Juli, bemüht sich die Leiterin des Kirchenbüros bereits darum, das Problem zu lösen. Aber es ist wie Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen: Rachor erreicht nichts.

Immerhin weiß die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats bereits, dass es weder an irgendeiner Software noch an den Apparaten liegt. Telefonanbieter O2 prüfte die Anlage und stellte fest: Irgendwo zwischen der Anschlussstelle im Büro und den Räumen im Jugendhaus ist die Leitung defekt. „Wir sehen einen Zusammenhang mit dem Abriss des Pastorats“, erklärt Rachor. Die beauftragte Firma nimmt sie allerdings ausdrücklich in Schutz: „Es ist kein Fehler der Abrissfirma.“ Denn es hätten keine Pläne vorgelegen, wo die Leitungen entlanglaufen. „Wir können und wollen ihr keinen Vorwurf machen“, bekräftigt sie.

Der Skandal liegt für die Leiterin des Kirchenbüros ganz woanders: nämlich bei der Telekom. Mitte August erteilte sie dem Unternehmen als zuständigem Netzbetreiber den Auftrag, eine neue Leitung zu legen: Bis heute ohne sichtbaren Erfolg. Weil Briefe und Anrufe nicht fruchteten, fasste diese Zeitung über die Telekom-Pressestelle nach. Und bekam anfänglich auch keine Antwort. Erst auf telefonisches Nachbohren meldete sich schließlich eine Telekom-Mitarbeiterin im Gemeindebüro. Das alles müsse erst einmal mit der hausinternen Bauabteilung abgesprochen werden, beschied sie Rachor.

„Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll“, sagt Rachor verzweifelt. Denn auf die avisierte Rückmeldung wartet die Leiterin des Kirchenbüros jetzt auch schon wieder zwei Wochen. Ihr Vertrauen ist aufgebraucht, restlos. Das sei alles kein Spaß mehr, bekennt sie. Es gehe hier schließlich auch um die Sicherheit in den Jugendräumen.

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erstellt am 16.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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