„Man hätte tanzen mögen“ : Die Junge Philharmonie Köln begeistert Klassik-Fans in Wedel

Die Musiker der Jungen Philharmonie Köln brachten das Publikum zum Träumen und Schwärmen.
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Die Musiker der Jungen Philharmonie Köln brachten das Publikum zum Träumen und Schwärmen.

Die Meisterschüler der Kölner Musikakademie boten einen bunten Reigen populärer Klassikstücke, der von Bach über Grieg und Marcello bis hin zu Saint-Saëns reichte.

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26. September 2016, 10:00 Uhr

Wedel | Kopfkino in der Wedeler Christuskirche: Vor weit mehr als 100 Zuhörern entfalteten am Wochenende sieben Musiker der Jungen Philharmonie Köln unter der Leitung von Mark Gertsel ein buntes Klassikprogramm, das unter dem Titel „Von Vivaldi zu Morricone“ das Publikum zum Träumen und Schwärmen brachte. Die Meisterschüler der Kölner Musikakademie boten einen bunten Reigen populärer Klassikstücke, der von Bach über Grieg und Marcello bis hin zu Saint-Saëns reichte. Mit einigen Sätzen aus Vivaldis „Harmonischer Eingebung“ stellten die Künstler gleich zu Anfang spritzig fest, in welche Richtung der Abend gehen sollte. Mit empathischem Einsatz und präzisem Spiel nahmen die Streicher die Gäste gefangen und mit auf eine Reise musikalischer Fantasien.

„Diese jugendliche Dynamik finde ich richtig erfrischend“, so das erste Fazit von Konzertbesucherin Diana Sawatzki in der Pause. Gezollt war das Urteil einerseits der Solistin Lybia Manassieva, die ausdrucksstark und einfühlsam ihre Könnerschaft an der Oboe darbot als auch dem Geiger Artem Kononov, der mit flirrend-furiosem Spiel seiner Violine immer wieder Höchstleistungen entlockte.

Nach der Pause ging die Reise weiter. Gleich zwei Motive Gershwins hatte Ensemble-Leiter Gertsel zu einer Fantasie umgeschrieben, deren Melodien die Töne wie schwerelos durch das Kirchenschiff schweben ließen und das Publikum schwungvoll in fremde Sphären entführte. Traumhaft dann die aus Filmen bekannten Melodien Ennio Morricones, die Manassieva in „Gabriel’s Oboe“ mit ihrem Instrument noch einmal faszinierend vortrug und die Streicher in der „Romanza Quartiere“ beeindruckend intonierten.

„Man hätte aufstehen und tanzen mögen, so hinreißend haben die jungen Leute gespielt“, meinte Zuhörerin Christiane Basel nach dem Konzert. Wie die Wedelerin urteilten viele, denen der Abend gefallen hatte und die nach der von „Bravo“-Rufen gekrönten Zugabe zufrieden nach Hause gingen.

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