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„Op De Deel 3.0“ in Wedel : Die hohe Kunst des improvisierten Tanzes

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Offene Bühne und Gala-Show auf dem 3. Tribalfestival. Außerdem: Flohmarkt, Modenschau und orientalisches Büfett.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Drittes Tribalfestival in Wedel – mittlerweile darf durchaus von einer kleinen Tradition gesprochen werden. Am Sonnabend,18. Oktober, wird es wieder farbenfroh flirren im Ernst-Barlach-Saal (Tinsdaler Weg 44). Zudem werden arabische Düfte durch den Raum ziehen und orientalische Beweglichkeit auf der Bühne zu bestaunen sein, wenn Gruppen und Soloakteurinnen der jungen amerikanischen Tanzart sich darstellen.

Tribal ist ein folkloristisch anmutender Tanz, der sich in den 1970er Jahren in Kalifornien aus dem orientalischen Bauchtanz heraus entwickelt hat. Die Tänzerinnen tragen reich geschmückte, oft mehrlagige Röcke und Pluderhosen, bauchfreie Cholis und zumeist auch einen großen, reich verzierten Kopfputz, erklärt Patricia von Perlatentia auf ihrer Homepage. Sie war Mitwirkende bei den ersten beiden Festivals und hat sich auch für die dritte Auflage „Op De Deel 3.0“ angemeldet.

Bewegungen und Schritte des Tribals seien im Vergleich zum klassisch orientalischen Tanz eher schlicht und „sehr erdig“, jedoch würden sie erhaben und sorgfältig ausgeführt, erklärt von Perlatentia. Zum indischen Stil haben sich Tanzformen aus nordafrikanischer Folklore und spanischem Flamenco hinzugesellt. Darüber hinaus lassen sich Anleihen aus Hip-Hop, Break-Dance und Gothic-Style finden. Eine starre Choreografie ist nicht im Interesse der Tänzerinnen. Vielmehr gilt es, zu improvisieren.

Tribal bedeutet Stamm oder auch Sippe. Neben Bewegung und Musik liegt die Betonung in dieser Tanzform also auf dem Gruppenerlebnis. „Häufig werden Zimbeln benutzt, und die Tänzerinnen feuern sich gegenseitig mit Trillern an“, erklärt von Perlatentia.

Wie bei den vorherigen Wedeler Tribalfestivals gibt es wieder zwei Programmschwerpunkte: Die „Open Stage-Shows“ und die „Gala-Show“ – diesmal finden beide jedoch an einem Tag statt. Die „Offene Bühne“ für die sich 14 Gruppen und Duos aus dem Großraum Hamburg angekündigt haben, beginnt um 12 Uhr. In der Gala-Show dann präsentieren sich die Dozentinnen. Sie startet ab 19 Uhr. 22 Gruppen und Solistinnen haben zugesagt.

Wegen der großen Nachfrage gibt es ebenfalls wieder einen Flohmarkt. Hier können gebrauchte, unbenutzte oder überflüssige Tribalsachen wie Kleidungsstücke, Schmuck, Dekoartikel oder Zimbeln verkauft beziehungsweise gekauft werden. Neu- oder Handelsware sei nicht zulässig, betonen die Organisatorinnen. Beatrice Berneis von Bartkowski präsentiert am Nachmittag eine kleine Modenschau. In der Pause steht ein orientalisches Büfett bereit.

Die große Tageskarte inklusive Speisenteller kostet 25 Euro, die kleine Tageskarte acht Euro, die Abendkarte 15 Euro, Jugendliche zahlen die Hälfte, Kinder bis zehn Jahren haben freien Eintritt. Vorbestellungen übers Internet.

Für die offene Bühne ab 12 Uhr haben sich folgende Gruppen und Solistinnen angemeldet: Trancefusion, Lilieve  (Sina und Katja von Amadahy), Desideria Rainey, Duo Tarja, Osmanicae, Adhuna und Tanja Lender, Nastja Ywa, Avatea, Alea Feuerbach, Aura Magica, Marimar, Marwa, SuRi und Trincess. Die Gala-Show beginnt um 19 Uhr. Angekündigt haben sich folgende Künstlerinnen und Gruppen: Raksan, Patricia von Perlatentia, Gabriella und Nea's Tribal, Arzo Carina Renz, Christina Zegarra, Josefine Wandel, Martha Osyria Saunders, Naina, Northern Tribal Collective (Phönix Tribal, Aurora Borealis, Tribalsuo S!) und Livetrommler SlaBaTo, Phabula, Pinu'u, Sonja Flatterfee, Dani Su’Talun, Elena Sapega, Andag Mardea, Almandin, Black Pearls, Twoinfusion, Osmanicae und Avatea.
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