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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 05:18 Uhr

Heimattag : Die Geburt einer Tradition?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Unter dem Motto „Einst und jetzt“ präsentierten Kulturverein und andere Institutionen ein vielfältiges Programm.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 16:30 Uhr

Hetlingen | „Früher hatten wir Heimatabende“, erinnerte sich CDU-Mann Jens Körner. Als „Heimattag“ ließen der Kulturverein und andere Gruppen die Hetlinger Tradition jetzt in neuer Gestalt wieder aufleben. „Einst und jetzt“, war dabei ein wichtiges Thema. Das zeigte sich gleich im Eingang zur Mehrzweckhalle. Neben dem alten Schwarz-Weiß-Foto aus den 70er Jahren hing auf einmal eine zweite farbige Luftaufnahme der Gemeinde, Hetlingen heute: Groß geworden, sich selbst aber ähnlich geblieben.

Über die Leinwand im Saal flimmerten Fotos alter Häuser. Etwas später folgte ein Fernsehbeitrag aus den frühen 80er Jahren. „Rolle rückwärts hinterm Deich“, ein Porträt des Hetlinger Männerturnvereins HMTV. Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier staunte, was damals von den Mitgliedern alles ehrenamtlich und unentgeltlich erwartet wurde. Bei einer Mark Monatsbeitrag, 25 Pfennige für Kinder, musste nun mal jeder mit anpacken.

Ostmeier hatte ihren eigenen Festbeitrag schon vor dem Film absolviert. Als eine der „Marsch-Mel(l)os“ hatte sie auf der Bühne gestanden und mitgesungen. Musikalischer Auftakt des Tages. Tweenies-Gruppen verschiedener Jahrgänge toppten das mit temperamentvollen Tanzeinlagen. Nach einem Filmrückblick auf die Sturmflut von 1976 rundete der Männergesangverein das Bühnenprogramm Stunden später ab.

Bandreißer demonstrieren alte Handwerkskunst

Neben der Bühne hatte Christian Gerdes seinen Bandreißer-Stand aufgebaut. Seit über 20 Jahren engagiert er sich dafür, die Erinnerung an das blühende Gewerbe von einst am Leben zu halten. Und er hat gelernt, wie die Bänder für die Butterfässer gemacht wurden. Routiniert bewegte er sich zwischen seinen altmodischen Arbeitsstationen, bis wieder ein Band fertig war. Wird er Nachfolger haben? Der dreijährige Niklas und seine zehnjährige Freundin Lina waren von seinem Handwerk schon mal fasziniert.

Zwischendurch hatten die Kinder Hunger auf Waffeln, frisch und lecker zubereitet vom Plattdeutschen Kring. Getränke für Große und Kleine gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr. Auch Gegrilltes hatte die Wehr im Angebot. Für Kaffee und Kuchen sorgte das Rote Kreuz. Das Publikum kam und ging. Es war eigentlich die ganze Zeit über recht voll in der Mehrzweckhalle. Sehr zur Freude von Bürgermeisterin Monika Riekhof. Sie wünschte sich, dass der Heimattag das vielfältige gesellige Leben im Dorf um eine weitere Tradition bereichern wird.

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