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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. November 2017 | 18:52 Uhr

Die Fremde im Bett des Bräutigams

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neues Stück Volksbühne Rissen in Kooperation

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Dass die Volksspielbühne Rissen auch in diesem Jahr ihr Herbststück auf die Bühne bringen kann, ist einer glücklichen Fügung zu verdanken: dem Zusammenkommen mit dem Amateur-Theater Altona. „Eigentlich leiden alle Amateurbühnen unter knappen Ressourcen“, erklärt Rissens Volksbühnenchef Thorsten Junge die allgemeine Situation. Die Alten sterben weg und die Jugendlichen, die voller Begeisterung mitmachen, können oftmals nicht bleiben, weil sie nach der Schule die Stadt oder sogar gleich den ganzen Erdteil wechseln.

Der Rissener Volksspielbühne fehlte es nicht nur an Darstellern, sondern auch an Bühnenbauern, Kostümbildnern und Regisseuren, um ein neues Stück adäquat zu besetzen, erzählt Junge. Dem Altonaer Amateur-Theater ging es ebenso. Eine Zusammenarbeit bot sich an. Und sie habe auch gut funktioniert. „Es ist für uns alle sehr interessant, dass es überhaupt geklappt hat“, sagt Junge und lacht. Denn zwei Traditionsbühnen miteinander zu verzahnen, das sei durchaus eine Herausforderung.

Gespielt wird ab Sonnabend, 28. Oktober, die plattdeutsche Komödie „En Droom vun Hochtiet“ von Robin Hawdon. Ein Junggesellenabend läuft in dem Stück gehörig aus dem Ruder. Als Bräutigam Frank am nächsten Morgen in der Hochzeitssuite erwacht, liegt eine fremde und zudem bildschöne Frau in seinem Bett. Weil gleich die Braut erwartet wird, muss sie schnell verschwinden. Die Unbekannte wird ins Bad verschoben. Nachdem Frank seinen Trauzeugen und Freund Niko ins Missgeschick eingeweiht hat, gibt der die Schöne als Zimmermädchen aus. Und als das echte auftaucht, dieses dann als seine Freundin. Was er nicht weiß: Seine wirkliche Freundin ist die Fremde im Bett. Alles sehr kompliziert, weil auch noch die Gefühle in diesem Chaos durcheinandergeraten.

Den Bräutigam kostet der Spaß sogar beinahe das Leben, berichtet Junge. Doch letztendlich geht das Stück ohne Blutvergießen aus. Von den sieben Ensemblemitgliedern auf der Bühne kommen sechs aus Altona. Junge selbst komplettiert die Spielcrew aus Rissen. Dafür wird das Bühnenbild vorwiegend aus Volksspielbühnenmitarbeitern gebaut.

Regie führt Heike Leseberg. Eine erfahrene Kraft, die seit mehr als 40 Jahren inszeniert. „Das macht sie toll“, sagt Junge begeistert. Das turbulente Stück mit seiner typischen Türenklapp-Dramaturgie muss schnell gespielt werden. Eine flotte Komödie mit viel Spielwitz.

Die Premiere in Altona am vergangenen Sonnabend und Vorstellungen in Osdorf kamen beim Publikum sehr gut an. Jetzt sind die beiden Bühnenvereine gespannt auf die Reaktionen in Rissen. Gespielt wird in der Aula der Schule Iserbarg. Wie seit einigen Jahren auch diesmal wieder an zwei Wochenenden.  

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