zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:36 Uhr

Heist : Die freien Wähler wollen mehr Power

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

FW-Heist hofft auf neue Aktive. Vorstand einstimmig gewählt. Lob für das Flüchtlings-Engagement von FW-Chef Wolfgang Aschert.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 17:30 Uhr

Heist | Der Vorstandsbericht passte auf eine halbe Seite. „Das letzte Jahr verlief sehr ruhig“, so lapidar eröffnete Wolfgang Aschert die Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft (FWH) am Wochenende. Angebotene Aktivitäten seien von den Mitgliedern nicht wahrgenommen worden. Selbst für das jährliche „Dorfblatt“ habe es nicht gereicht. Es fehlte an Beiträgen.

Viele Zuhörer außer seinen Vorstandskollegen hatte der FWH-Chef auch an diesem Abend nicht. Nur zehn Mitglieder und eine interessierte Bürgerin hatten am Tisch im Lindenhof Platz genommen. FWH-Gründungsmitglied Karl Plagge war selbstverständlich dabei. Nur eine einzige der insgesamt 39 Jahreshauptversammlungen habe er in all den Jahren verpasst, plauderte er aus. Vehement forderte er, der Vorstand müsse „Power machen“, damit wieder mehr passiert.

Aber was würde die 43 eingetragenen Mitglieder vor die Haustür locken? Zur angebotenen Radtour im vergangenen Jahr sei auch niemand erschienen, entgegnete Aschert. Bei allen Aktivitäten mache sich eine immer geringer werdende Lust zum Engagement bemerkbar, sei es das Osterfeuer, der gemeinsame Dorfputz oder das Erntedankfest.

Kassenwart Manfred Lüders pflichtete bei. „Das Dörfliche stirbt aus“, beklagte er, das wachsende Angebot an elektronischer Unterhaltung halte vor allem die Jüngeren davon ab, sich am Leben in der Gemeinde zu beteiligen. Diese Erfahrung mache er auch als Mitglied im gemeindlichen Kultur- und Sozialausschuss wo viel angeschoben werden könnte, aber, so seine resignierte Erkenntnis, „Es sind immer nur dieselben drei Pappnasen da“.

Uralt-Glascontainer abermals im Fokus

Fraktionsvorsitzender Robert Stubbe gab einen Rückblick auf die vier Sitzungen der Gemeindevertretung im Berichtsjahr. Die kleine Runde redete dann noch eine Weile über die „endlose Geschichte“ mit dem Lärm der Altglas-Container, über den Wunsch nach einer Hundewiese, über mangelnde Straßenbeleuchtungen und notwendige Fußwegsanierungen sowie über den Umgang mit Altlasten in Baugebieten.

Die bevorstehende Bürgerversammlung der Gemeinde zum Thema Flüchtlinge wurde ausgiebig besprochen und es gab viel Lob für Aschert wegen seines Engagements in der Flüchtlingshilfe – auch auf Amtsebene.

Bei den Wahlen blieb im Wesentlichen alles beim Alten mit Aschert als Vorsitzenden und Erwin Aug als seinem Stellvertreter. Manfred Lüders behält die Kassenführung, Andrea Mrosk bleibt Schriftführerin. Nur bei den Beisitzern gab es eine Neuerung. Uschi Lüders übernahm den Platz von Karl-Wilhelm Ries, der nicht wieder kandidierte. Die übrigen drei, Dr. Peter Heerklotz, Silke Ohage und Daniel Rau, bleiben im Amt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert