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Konzert in Wedel : Die faszinierende Kraft der Melodien

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bulgarisches Vokalensemble „The Gregorian Voices“ begeistert in der Christuskirche Schulau 300 Besucher.

Wedel | Sie touren seit mehr als drei Jahren durch fast ganz Europa und begeistern mit ihren beeindruckenden Stimmen das Publikum in Kirchen, Klöstern und Konzerthallen. Am Wochenende waren die acht Sänger des bulgarischen Vokal-Ensembles „The Gregorian Voices“ zum zweiten Mal nach 2013 zu Gast in Wedel. 300 Besucher erlebten in der Christuskirche Schulau einen Auftritt der Extraklasse. „Wir hatten im Vorverkauf bereits 250 Eintrittskarten abgesetzt“, freute sich Edith Rachor vom Kirchengemeinderat über die große Resonanz.

Das Konzert in der Rolandstadt war der Auftakt zu einer Tournee, die den Chor in diesem Jahr durch mehr als 20 Städte in fast ganz Deutschland führt. In ihren traditionellen Mönchskutten erzeugen die Sänger eine mystische Atmosphäre, die die Zuhörer auf eine Zeitreise durch die Welt der geistlichen Kompositionen des Mittelalters bis zu Klassikern der Popmusik führt – eine Mischung aus gregorianischen Chorälen, orthodoxer Kirchenmusik, Liedern und Madrigalen der Renaissance und des Barock sowie modernen Klängen.

Nach der Begrüßung durch Rachor wurde der Kirchenraum abgedunkelt, und nur ein violettes Licht sowie die Kerzen am Altar gaben eine dezente Beleuchtung. In ihren braunen Kutten und mit aufgesetzten Kapuzen betraten die Sänger den Raum, um sich anschließend vor dem Altar und hinter ihren Notenpulten zu postieren. Das Programm mit dem Titel „Gregorianik meets Pop“ startete mit mittelalterlichen Chorälen, dezent, jedoch anfangs bei einigen Liedern, nur für das geübte Ohr hörbar, mit minimal asynchronen Einsätzen. Doch spätestens nach dem dritten Lied wurde deutlich: Hier sind Könner am Werk. Das Ensemble unter der Leitung von Georgi Pandurov bot ein Muster an vokaler Ausgewogenheit und demonstrierte in nahezu unnachahmlicher Manier, dass auch schwierigere Chorsätze mit ungewöhnlichen Harmonien meisterhaft intoniert werden können. Da wurde die faszinierende Kraft der Melodien bis in den letzten Winkel des Gotteshauses übertragen. Klasse auch die Darbietungen der Solisten.

Mit Kapuzen auf dem Kopf zogen die Sänger ein. (Foto: Krohn)
Mit Kapuzen auf dem Kopf zogen die Sänger ein. (Foto: Krohn)
 

Nach einer Pause interpretierten „The Gregorian Voices“ Klassiker der Pop- und Rockmusik, darunter „Bridge over troubled Water“ von Simon and Garfunkel, „Michelle“ von den Beatles sowie „Wish you were here“ von Pink Floyd – neu arrangiert und ebenso klangkünstlerisch genial. Nach dem Konzert standen die Sänger für Fotos der Besucher zur Verfügung und signierten CDs.

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erstellt am 09.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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