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Haseldorf/Haselau : Die Dörfer ringen weiter um die Verwaltung

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Es gibt Diskussionen um eine Kooperation des Amts Haseldorf.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 12:15 Uhr

Haseldorf/Haselau | Seit Monaten wird hinter den Kulissen gerungen: Bleibt das Amt Haseldorf weiterhin beim Rathaus Uetersen in Verwaltungsgemeinschaft angesiedelt oder wechseln die Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen zum Amt Moorrege und gehen die Kommunen darin auf? Zur Klärung wurde eine gemeinsame Sondersitzung der Gemeindevertretungen Haseldorf und Haselau einberufen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit berieten sich die Kommunalpolitiker am Mittwochabend im Haseldorfer Hof. Fazit: Es gibt weiteren Beratungsbedarf.

Kritik an der Verwaltung hagelte es in der Vergangenheit immer wieder aus Haseldorf. Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) bekundete des öfteren seinen Unmut. Am Tageblatt-Telefon äußerte er sich gestern zurückhaltend. „Es gibt einige Sachen, die mir nicht gefallen“, räumte er ein. Letztendlich müsse seine Fraktion und dann der Rat entscheiden. Wie der Weg aussehen wird, solle während der Fraktionssitzung am Mittwoch, 18. November, ausgeleuchtet werden. Schölermann: „Unser Ziel ist, dass wir als Kommunen zusammenbleiben.“

In dieses Horn stößt auch SPD-Gemeindevertreter Thomas Hölck. Der Haseldorfer SPD-Vorsitzende will das kleine Amt behalten: „Dafür gibt es ein klares Ja.“ Er fühlt sich bei der Stadt Uetersen angedockt wohl.

Günstigeres Angebot vom Amt Moorrege

So sieht es auch Gunther Küchler von den Freien Wählern Haselau: „Wir haben keine Probleme mit der Verwaltung in Uetersen.“ Auch er will das Amt erhalten. Hier seien die Haselauer mit zwei Stimmen von sechs Sitzen vertreten. Sollten sie dem Amt Moorrege beitreten, seien es nur zwei Stimmen unter vielen. Zudem habe man auch eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter. „Wir können die nicht wie Sklaven hin und herschieben“, betont er.

Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) betont, dass es nicht allein um Kosten gehe. Nach seinen Berechnungen liegt das Angebot der Moorreger Verwaltung etwa 30  000 Euro unter dem der Stadt Uetersen. „Seit 1200 gibt es unser Amt, seit 1948 in der jetzigen Form“, sagt Herrmann. Die Gemeinde Haselau wisse, was sie an der Uetersener Verwaltung habe.

Was Hetlingen will, ist unklar. Michael Rahn, Fraktionschef der Freien Wahlgemeinschaft, hat beantragt, vor der Finanz-Ausschusssitzung am 19. November eine Vorstellungsrunde der Verwaltungs-Anbieter zu organisieren. Dazu sind auch die Gemeindevertreter der Nachbardörfer eingeladen.

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