Wedel : Die CDU will IT-Konzept für Schulen

Susanne Bechler, Schulleiterin der Altstadtschule sagt: „Die bisherigen 18 Rechner sind überaltert und sehr störanfällig.“
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Susanne Bechler, Schulleiterin der Altstadtschule sagt: „Die bisherigen 18 Rechner sind überaltert und sehr störanfällig.“

Verwaltung soll Medienentwicklungsplan für die Ausstattung der Lehranstalten ausarbeiten. Private Sponsoren könnten helfen.

shz.de von
04. November 2015, 16:30 Uhr

Wedel | Die Schulen der Rolandstadt fit für die Zukunft machen – dieses Vorhaben erschöpft sich nicht im möglichen Anbau neuer Klassenzimmer. Die Wedeler Christdemokraten fordern jetzt, dass die Verwaltung einen Medienentwicklungsplan erstellt. Darin soll ein Konzept festgehalten werden, um die Bildungseinrichtungen angemessen mit Computern auszustatten.

„Unsere Schüler müssen auf das Leben in einer digitalen Welt vorbereitet werden und entsprechend ausgebildet werden“, betont Heidi Garling, die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Es gelte daher, die technischen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Ausstattung aktuell, anforderungsgerecht und zukunftsfähig zu planen und vorzuhalten. Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit dürfte dabei allerdings nicht vernachlässigt werden. Um dies zu erreichen, sollen nach Möglichkeit namhafte IT-Anbieter wie Apple oder Dell dazu gebracht werden, sich an der Ausstattung der Schulen zu beteiligen. Die CDU denkt außerdem darüber nach, das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsten (IQSH) in Anspruch zu nehmen.

Mit der Forderung nach einem solchen Konzept dürften die Christdemokraten bei der Verwaltung offene Türen einrennen. Im zuletzt veröffentlichten Schulentwicklungsplan wird die Notwendigkeit einer verbesserten IT–Planung betont. Aus gutem Grund: Um den Schulentwicklungsplan zusammenzustellen, bat die Verwaltung alle Wedeler Schulleiter um Sachstandsberichte. Kritik an der veralteten Computertechnik zog sich durch die meisten Reaktionen.

So berichtet Susanne Bechler, Schulleiterin der Altstadtschule: „Die bisherigen 18 Rechner sind überaltert und sehr störanfällig. Das vernetzte System ist instabil und nicht zuverlässig.“ Teilweise müsste die Schule auf ausgemusterte Privatcompute zurückgreifen, die gespendet wurden. An der Albert-Schweitzer-Schule wünscht man sich internetfähige Arbeitsplätze für Schüler. Andreas Herwig, Schulleiter der Gebrüder-Humboldt-Schule, möchte vor allem den Ausbau des WLAN-Netzes in der Schule vorantreiben. Jeder Klassenraum soll einen Medientisch erhalten sowie Aktivboards angeschafft werden. Das Johann-Rist-Gymnasium setzt noch konsequenter auf drahtloses Internet. Lehrer und Schüler sollen mit privaten Geräten vom schuleigenen Netzwerk aus arbeiten. Derzeit steht noch kein Budget für einen Medienentwicklungsplan bereit. Die Fraktionen diskutieren das Thema morgen ab 19 Uhr.

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