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Dorfentwicklungsplan : Die CDU setzt auf den Sachverstand des Rates

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Während sich in Appen die CDU dafür stark macht, ist es in Haseldorf die SPD. In Moorrege hoben ebenfalls die Sozialdemokraten das Thema aufs Tableau.

Moorrege | Das Thema Gemeindeentwicklungsplan beschäftigt derzeit Kommunalpolitiker in zahlreichen Orten. Während sich in Appen die CDU dafür stark macht, ist es in Haseldorf die SPD. In Moorrege hoben ebenfalls die Sozialdemokraten das Thema aufs Tableau. Am Mittwochabend gab es während der Sitzung des Gemeinderats eine lebhafte Debatte darüber. Mit acht Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion gegen sieben Nein von SPD und Grünen wurde der Antrag auf Erstellung abgelehnt.

Erstmals durften zwei Neue im Rat ihr Votum abgeben: Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) verpflichtete Barbara Stegert (Bündnis 90 / Die Grünen) als Nachfolgerin für den verstorbenen Helmuth Kruse und Jürgen Tacke (SPD) für den im Zusammenhang mit dem Streit um den Verkauf der Alten Schule Oberglinde zurückgetretenen parteilosen Michael Adam, der der SPD-Fraktion angehört hatte. Stegert brachte sich denn auch gleich mehrfach in die Diskussion ein. Sie wollte beispielsweise wissen, ob bei einem Gemeindeentwicklungsplan auch der Bedarf für altersgerechtes Wohnen berücksichtigt werde. „Lohnt sich dazu eine Einwohnerversammlung?“, wollte sie wissen. „Auf jeden Fall“, antwortete SPD-Fraktionschef Dirk Behnisch, der zuvor für den Vorstoß seiner Fraktion geworben hatte. Das Konzept biete eine einmalige Chance, auf die Zukunft zu gucken. Bürger, Vereine und Verbände sowie Arbeitgeber an einen Tisch zu holen, sei die Idee dahinter, um gemeinsam eine Zukunftsvision zu erarbeiten, bei der auch auf ausreichend Kita-Plätze und Schulen geblickt werde. Behnisch kritisierte den rasanten Wachstum der Gemeinde. 2016 seien 200 Einwohner hinzugekommen. „Wir wollten mal moderat wachsen“, betonte der Sozialdemokrat. Und er monierte: „Der dörfliche Charakter geht verloren.“

Behördenirrsinn und Gängelung befürchtet

Angst vor Gängelung und Bevormundung haben hingegen die Christdemokraten. Und setzten auf eigene Schaffenskraft. „Wir haben ohne so einen Plan ein Versorgungszentrum geschaffen“, sagte CDU-Fraktionschef Georg Plettenberg. Zudem habe die Gemeinde keinen Gestaltungsraum. „Es liegt an den Grundeigentümern“, sagte er. Und betonte: „Wir brauchen sowas nicht.“ Sein Fraktionskollegen Sören Weinberg befürchtet die Gängelung der Grundeigentümer: „Es wird beschnitten, eingeengt, wenn es im Plan steht, ist es vorbei.“ Das sei nur Behördenirrsinn. Wolfgang Burek (CDU), Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses, sagte, die Gemeinde müsse auf den Markt reagieren können. „Wir müssen flexibel bleiben“, argumentierte er. Auf den Vorwurf, dass bei der Baulandausweisung die Infrastruktur vergessen werde, antwortete Sören Weinberg: „Wir vergessen hier gar nichts.“ Das sah der Bürgermeister ganz genau so. „Wir haben hier doch so viel Sachverstand, wir können das ganz allein“, sagte er in die Runde blickend. Auch Behnischs Einwand, dass die Planer der Politik lediglich einen Vorschlag an die Hand gäben, stimmte die Christdemokraten nicht um.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag in die Gemeindevertretersitzung eingebracht, in der die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Klinkerstraße  vor der Grundschule und dem darin befindlichen DRK-Kindergarten gefordert wurde. Nach der Änderung der Straßenverkehrsordnung sei das jetzt möglich, sagte Viola Weiß (Grüne). Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) begrüßte die Initiative. „Wir haben vor Jahren diesen Antrag gestellt, aber es wurde damals vom Kreis abgelehnt“, sagte er. Es stehe eine Verkehrsschau an, die alle drei Jahre stattfinde. „Ich hoffe, dass wir das schaffen, sagte Weinberg. Bauausschuss-Chef Wolfgang Burek (CDU) regte eine zeitliche Begrenzung von 7 bis 18 Uhr an. Das Votum war einstimmig.
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