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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 10:18 Uhr

Die Balalaika war Star des Abends

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ars Sekumaris Russisches Trio verzauberte mit Klangvielfalt und musikalischer Vielseitigkeit / 1737 Euro für das Theater Wedel

Für ihn sei das Konzert wie eine „Pralinenschachtel“ mit vielen verschiedenen Köstlichkeiten gewesen, so der Vorsitzende vom Theater Wedel, Kai Nerger, am Ende begeistert zu den Musikern des Trios Balalaika Nuéva. Der geniale Balalaikaspieler Alexander Paperny, die facettenreiche Natascha Böttcher am Akkordeon und der hervorragende Guido Jäger am Kontrabass verzauberten vergangenen Freitag fast 200 Gäste bei „ars secumaris“ in Holm mit einem Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Theaters Wedel.

Die Familie Jan-Ulrich Bernhardt hatte zum wiederholten Mal zu einem außergewöhnlichen Konzert ins lichte Foyer des Unternehmens eingeladen, dort wo laut Firmenphilosophie Kunst und Wirtschaft eine Brücke schlagen. Die Einführung in die Musik des Abends übernahm wie gewohnt souverän die Leiterin des Wedeler Musikzentrums Schulauer Hof und Tochter Julia Bernhardt. Sie stellte den „kleinen Star“ des Abends, die Balalaika vor. Ein Instrument mit nur drei Saiten, von denen auch noch zwei gleich gestimmt sind. Von der unglaublichen Klangvielfalt der „russischen Seele“, die Paperny aus dem kleinen Instrument hervorzaubere, schwärmte Julia Bernhardt.

Er ist einer der bekanntesten Balalaikaspieler Europas und wurde in Moskau als Solist ausgebildet. Papernys unfassbare Fingerfertigkeit bei den zum Teil extrem schnellen Stücken wie etwa dem Zigeuner-Brauttanz „Marjenja“ war virtuos. Nicht weniger großartig vermittelten die charmante Böttcher am Akkordeon und der tiefenentspannte Jäger am Kontrabass in ihrem ganz eigenen Stil die unterschiedlichsten Musik-Genres, die sich aus Klassik, Jazz, russischen Volkswaisen und Moderne mit Polka, Tango, Walzern, Frank Zappa und den Beatles zusammensetzten.

Neben der professionell dargebotenen Musik, machten aber auch das blinde Vertrauen unter den drei Musikern und die große Spielfreude den Reiz des Trios Balalaika Nuéva aus. Mit kleinen Scherzen und Geschichten zu den einzelnen Musikstücken führte Böttcher die Zuhörer durch das Konzert und gestaltete den Abend so leicht und heiter. Wobei die Tiefe der russischen Weisen, wie etwa beim Lied „Filzstiefel“, nicht verloren ging. Lustige Titel wie „Olechtkonflitt“, „Bauchladenverkäufer“ oder „Gasputin“ waren ebenso hörenswert wie ein Tango von Astor Piazzolla oder der „Flambée Montalbanaise“ von Gus Viseur. Der Abend endete mit viel Applaus und Jubel. Nerger nahm im Namen des Theaters Wedel mit großem Dank 1737 Euro an abgegebenen Spenden in Empfang.  

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