SPD in Wedel : Die B431-Lampen sollen weiter leuchten

Kehrtwende nach Protesten: Sozialdemokraten wollen den Rückbau-Beschluss kassieren.

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27. Januar 2015, 14:00 Uhr

Wedel | Rückbau der Beleuchtung an der B431 zwischen Ortsschild und Stadtgebietsgrenze: Ein Sparansatz, der auf immer breiteren Widerstand stößt. Jetzt klinken sich auch Wedels Sozialdemokraten in den Ruf nach Erhalt der Lampen entlang der Holmer Straße ein. Im kommenden Bauausschuss wird die SPD beantragen, den Beschluss aufzuheben und „den Ist-Zustand der Beleuchtung an der Holmer Straße zu belassen“.

Wie berichtet sind laut Verwaltung 43 Laternen mit Holzmasten mit oberirdischer Stromleitung zwischen Ortsausgang und dem Einmündungsbereich Papentwiete nicht mehr standsicher und müssten erneuert werden. Eine Beleuchtungspflicht bestehe nach Darstellung der Stadt jedoch nicht. Deshalb soll auf die Investition verzichtet werden. Lediglich vier Leuchten im Bereich der Krankenhauszufahrt bleiben beziehungsweise werden erneuert.

So hat es das Fachgremium einstimmig am 6. November beschlossen – mit entsprechendem Echo. Wedels Jugendbeirat hat ebenso wie der Seniorenbeirat Sicherheitsbedenken angemeldet. Holms Bürgermeister Walter Rißler hatte den Beschluss kritisiert und seinen Amtskollegen Niels Schmidt um Rücknahme gebeten. Anwohner haben protestiert. 78 von ihnen aus den Straßen Mittelweg, Ennbargweg und Holmer Straße hätten sich in einem Schreiben an die SPD gewandt und um Erhalt der Lampen gebeten, heißt es in der Begründung der Sozialdemokraten zu ihrem Antrag. Dazu habe es Anfragen von weiteren Betroffenen gegeben, unter anderem Krankenhausmitarbeiter und Bewohner der Notunterkünfte.

„Die SPD-Fraktion hat sich der Meinung der Bürger angeschlossen“, so steht es in dem Papier. „Eine Beleuchtung ist aus verkehrstechnischer Sicht erforderlich und dient dem Schutz aller Anwohner, die diesen Radweg mit Anbruch der Dunkelheit nutzen.“ Aus Sicherheitsgründen fordert die SPD auch einen Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Der Antrag wird im Bauausschuss am Donnerstag, 5. Februar, ab 18 Uhr im Ratssaal diskutiert.

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