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Wedel : Die Albert-Schweitzer-Schule nutzt Unterrichts-Container

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zwei vierte Klassen werden in provisorischen Räumen untergebracht. Das generelle Platzproblem ist aber noch immer nicht gelöst.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | „Die Feuermeldeanlage wird gerade verlegt“, erklärte Hausmeister Timo Beckmann gestern und ergänzte: „Und die Reinigungskräfte sind auch schon da.“ Doch sorgten die Zwischenstände bei Mechthild Akgün nur bedingt für Erleichterung.

„So ganz vorstellen kann ich es mir noch nicht“, zweifelte die Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) am Status Quo. Schließlich stand nach der Grundreinigung der neuen Unterrichtsräume noch eine Nachtschicht an, um Stühle, Tische und Unterrichtsmaterial einzuräumen. Einzig die Tafeln hingen gestern Mittag.

Die beiden Unterrichtscointainer sollen ab heute von zwei vierten Klassen genutzt werden, die derzeit im Musik- und Medienraum unterrichtet werden. „Von der Größe her sind die Container ein echter Gewinn“, ist sich Akgün sicher. Ein normaler Unterrichtsraum an der ASS habe 55 Quadratemeter. Im Container befinden sich zwei Räume mit jeweils 76 Quadratmetern, die therotisch von 46 Schülern genutzt werden können.

Seit Donnerstag hatte Beckmann die wichtigsten Reperaturen an den Containern überwacht. So musste in einem der Räume die Deckenplatten ausgetauscht werden. „Er wurde von einer Mittelstufe genutzt und vielleicht waren nicht alle so brav wie bei uns“, mutmaßte Beckmann. Auch die Außenwand weist einige Dellen auf. „Über Schönheitsreperaturen können wir uns aber später Gedanken machen“, erklärte Beckmann und ergänzte: „Wenn die Stadt Geld bereit stellt.“ Gleiches gelte auch für den Weg, der provisorisch mit Platten ausgelegt wird. Eine finale Lösung stehe noch aus.

Wie insgesamt für die Raumprobleme. „Wir hatten im vergangenen Jahr eine Klasse zu wenig und dieses Jahr auch“, so die Schulleiterin. Als DAZ-Schule („Deutsch als Zweitsprache“) müsse man einen eigenen Klassenraum zur Verfügung stellen. Derzeit werde in einem kleinen Essenraum unterrichtet. Wie schon im vergangenem Schuljahr. „Das ist sicherlich nicht wünschenswert bei der Zahl der Kinder“, so Akgün.

Diese wird im kommenden Schuljahr 2015/2016 insgesamt steigen. Vier vierte Klassen verlassen die ASS, aber geplant sind fünf oder gar sechs Klassen mit Schulanfängern – abhängig von der Anmeldezahl.

„Dann bauen wir ein zweites Stockwerk“, zeigte sich Beckmann pragmatisch. Technisch sei dies bei der Containerbauweise möglich. Auf Gegenliebe stieß er bei Akgün damit nicht: „Ich möchte lieber echte Klassenräume.“

Die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ist eine gebundene Ganztagesgrundschule, die derzeit von 440 Schülern besucht wird. Neben dem Unterricht gibt es zahlreiche offene Freizeitangebote von Fußball über einen Fotoclub bis hin zur Musikschule, bei denen man mit lokalen Vereinen und Institutionen zusammenarbeitet.
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