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Alte Möhren statt neuer Container : Der Zoff um die Glascontainer geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wolfgang Aschert ist empört über das Verhalten der verantwortlichen Recycling-Firma.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Heist/Moorrege | Immer Ärger mit den Glascontainern: Der Zoff um lärmgeschützte Boxen geht in Heist in die nächste Runde. Bereits im Januar 2014 regte sich Widerstand bei Anliegern des Lehmwegs und der Rosentwiete. Immer wieder wurden die Bürger, unter ihnen Wolfgang Aschert, vertröstet, Besserung in Aussicht gestellt. Nun aber setzt das zuständige Recycling-Unternehmen Bötel noch eins drauf. „Bötel hat die schlechten Container gegen noch schlechtere ausgetauscht – und zwar im ganzen Dorf“, empört sich Aschert, der für die Freien Wähler im Heistmer Gemeinderat sitzt.

2014 monierten die Freie Wählergemeinschaft im Rat, dass es durch den Wechsel des Entsorgers zu Problemen gekommen sei. So wurde am Parkstreifen am Lehmweg direkt neben der Bushaltestelle statt eines Behälters der Lärmschutzklasse 1 ein mit Teppich ausgeschlagener Behälter aufgestellt. Wie Aschert betont, können Anlieger laut Umweltbundesamt auf einen anderen Standort pochen, wenn der empfohlene Mindestabstand von zwölf Metern zu ihrer Grundstücksgrenze nicht eingehalten wird. Das ist dort der Fall.

Aschert brachte während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Anfang Dezember das Ärgernis abermals zur Sprache. Das Recycling-Unternehmen Bötel reagierte. Allerdings anders als erwartet. Die Folge: Nicht nur Aschert beschwerte sich. Auch eine Anliegerin der Feldstraße ist auf der Zinne und schrieb Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU).

Die mit dem Fall betraute Ordnungsbehörde des Amts Moorrege reagiert mit Unverständnis. Und hat die in Köln ansässige Firma Zentek angefunkt, die Bötel als Subunternehmer eingesetzt hat. „Seitdem Bötel den Zuschlag bekommen hat, machen die, was sie wollen“, beklagt Ordnungsamtsmitarbeiter Jochen Hausschildt. Das gelte nicht nur für Heist, sondern auch für andere Kommunen.

„Wir kennen das Problem“, bestätigte Rainer Andrecki von Zentek gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Sein Unternehmen habe Bötel vor Weihnachten angewiesen, andere Container aufzustellen. Dies sei für Januar zugesagt worden. Andrecki soll von Bötel eine Rückmeldung erhalten, dann wird eine Ortsbesichtigung angesetzt. Sollten die Glascontainer nicht dem Stand der Technik entsprechen, werde Bötel eine weitere Frist von vier Wochen zur Nachbesserung gewährt. Sollte das Ergebnis dann immer noch nicht befriedigend sein, werde ein anderes Unternehmen beauftragt – die Rechnung gehe dann an Bötel, betonte Andrecki.

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