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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 05:55 Uhr

Wedel : Der TSV ist ohne Finanzchef

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kein Nachfolger für Hannemann. Verein muss innerhalb von drei Monaten eine Lösung finden. Grundgebühren steigen.

Wedel | Jürgen Brenker hatte bis zuletzt Hoffnung – er wurde enttäuscht. Trotz erneuten Appells des Vorsitzenden des Wedeler TSV fand sich bei der Jahreshauptversammlung niemand unter den 88 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern, der Sven Hannemann als Finanzchef beerben wollte. Damit hatte sich auch die Wahl eines stellvertretenden Leiters Finanzen erübrigt. Beide Posten bleiben unbesetzt.

Eine Lücke, die der TSV innerhalb von drei Monaten schließen muss, zumindest was das Leitungsamt angeht. Sonst droht die Einsetzung eines Notvorstands durch das Amtsgericht. Brenker sagte dazu gegenüber unserer Zeitung: „Das werden wir mit aller Macht verhindern. Wir wollen Herr im eigenen Hause bleiben.“ Seine Hoffnung ist, dass sich kurzfristig zumindest kommissarisch ein Finanzchef findet, der bis zur nächsten Hauptversammlung amtiert. Auch eine Umstrukturierung der Vorstandsarbeit werde derzeit erwogen, so Brenker, ohne genaue Details zu nennen.

Während der Vize-Posten weiter mit dem einstimmig wiedergewählten Gerd Jungbludt besetzt bleibt, ist der Leiter Öffentlichkeitsarbeit wie von Brenker befürchtet ebenfalls vakant geblieben. Ebenso der Posten eines stellvertretenden Jugendfragenleiters. Anders die drei übrigen zur Wahl stehenden Positionen: Torsten Lagerpusch bleibt Vize-Leiter für Sportfragen, Herbert Röttger Schiedsmann und Eckhard Schroeter wird Kassenprüfer.

Das Thema Finanzen sollte auch große Teile der übrigen Sitzung bestimmen. Mehrheitlich mit 51 Ja-Stimmen votierte die Versammlung für eine Erhöhung der Beiträge. Als Grund für diesen Antrag gab Brenker neben fälligen Sanierungsarbeiten am Vereinszentrum vor allem die Kürzung der Zuschüsse seitens der Stadt um rund 30 Prozent an. Dies sei entscheidender Fehlbetrag, der nicht durch Kürzungen auszugleichen sei, so der Vorsitzende.

Sparbemühungen weiter intensivieren

Ein Punkt, den Bürgermeister Niels Schmidt bereits in seinen Grußworten aufgenommen hatte. Die Stadt wisse, dass der Bereich Sportförderung sehr sensibel sei und die notwendigen Sparbeschlüsse erhebliche Auswirkungen hätten. Zwar sei Wedel ganz aktuell aufgefordert, die Sparbemühungen weiter zu intensivieren. Bei der Sportförderung sei jedoch „das Ende der Fahnenstange erreicht“, so Schmidt.

Hannemann verdeutlichte indes im letzten Kassenbericht und Etatentwurf seiner vierjährigen Amtszeit, dass trotz der Beitragserhöhung auch der TSV zu Sparmaßnahmen gezwungen sei. Dies gilt für Personalkosten im Hausmeister- und Reinigungsbereich. Auch wird der Auszubildende nicht in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, die Stelle zudem nicht neu besetzt. Gespart wird ebenso beim Vereinsheft, das zwar weiter geduckt, jedoch nicht mehr versendet wird.

Ab 1. Juli gelten neue Gebühren. Erwachsene: 12 Euro (vorher 11); Kinder/Jugendliche/Auszubildende: 7 Euro (6); Stadtpass-Inhaber Erwachsene: 7 Euro (6,50); Stadtpass Kinder: 4,50 Euro (4,50); Passive Mitglieder 6,50 Euro (6); Familien ein Erwachsener/ein Kind: 13,50 Euro (12); Familien ein Erwachsener/zwei und mehr Kinder: 20 Euro (18); Familien zwei Erwachsene/Kind(er): 24 Euro (22); Familie nur Kinder, ab drei: 17 Euro (15).
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erstellt am 27.Mär.2015 | 16:15 Uhr

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