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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:13 Uhr

Wedel : Der Straßenbau wird wieder aufgenommen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Trotz Finanzkrise sollen 2015 die Bagger rollen.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Ein halbes Jahr lang geplant und dann abgelehnt: Angesichts des Millionen-Steuerlochs hat die Stadt den Ausbau der Heinrich-Schacht-Straße Ende 2013 letztlich geschoben. Kein Geld: Eine Begründung, die mehrere Straßenbauvorhaben traf. Klare Sparvorgabe für diesen Sektor: Wenn irgend möglich, wird nur für Unterhaltung gesorgt – und dabei auch nur für das Nötigste.

Vom Ende der Etatkrise kann auch heute, Anfang 2015, nicht die Rede sein. Dennoch sollen die Bagger rollen. Ohne Gegenstimme hat die Politik das Bauprogramm für die Heinrich-Schacht-Straße abgenickt. Ein 600.000-Euro-Projekt, das noch in 2015 begonnen werden soll. Warum? Die Straße sei mittlerweile zu marode, um nur die Fahrbahn zu sanieren, heißt es aus der Bauverwaltung der Stadt. Die trägt indes gar nicht das Gros der Kosten. Auf Anfrage erklärte Brigit Woywod vom Bauamt: 85 Prozent der Investition kommen über Beiträge rein. Macht 510.000 Euro, die die Anlieger zahlen. Eine Abrechnung soll 2017 erfolgen, wie aus der Verwaltungsvorlage ersichtlich ist.

Was genau ist geplant? Im Grundsatz eine nur mäßige Variante des Ist-Zustands. Bürgersteige, so genannte Hochborde, trennen Fußgänger- vom Fahrzeugverkehr. Wobei der östliche unbefestigte Gehweg gepflastert wird. Mit 2,25 Meter werden die Gehwege leicht verbreitert.

Eine Einbahnstraße, wie mehrfach bei der Planauslegung gewünscht, wird es nicht geben. Als Grund gibt die Stadt die Gefahr einer Verkehrsverlagerung in angrenzende Straßen an. Parken soll wie bisher am Fahrbahnrand möglich sein. Als Verkehrsberuhigungsmaßnahme sind wechselseitige Parkflächen vorgesehen, die durch Pflanzinselns abgegrenzt werden. Da die Fahrbahn mit 5,5 Meter Breite keinen so genannten Begegnungsverkehr zulasse, werde „eine ausreichende Anzahl von Ausweichstellen vorgesehen.“ Die Folge: Die Fahrzeug-Stellflächen werden verringert.

Eine Maßnahme, die die aktuelle Parkplatznot nochmals verschlimmern würde, monierte Karl Hildebrandt als Bürger in einem Schreiben an den Ausschuss. Seine Forderung: Zurückstellung der Entscheidung und ein Ortstermin zwecks Klärung. Mit Hinweis auf die erfolgte Anwohnerbeteiligung und die Planauslegung wurde dies abgelehnt.

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