Hetlingen : Der Sommerdeich wird geöffnet

Die Brücke über das Sperrwerk ist fast fertig gestellt: Davon konnten sich die Hetlinger Kommunalpolitiker bei ihrer Exkursion am Wedeler Elbdeich überzeugen.
Foto:
1 von 3
Die Brücke über das Sperrwerk ist fast fertig gestellt: Davon konnten sich die Hetlinger Kommunalpolitiker bei ihrer Exkursion am Wedeler Elbdeich überzeugen.

Die Vorarbeiten für den Bau des Ersatz-Elbe-Dükers sind angelaufen. Bei Fährmannssand entsteht eine neue Trasse.

shz.de von
15. November 2013, 16:00 Uhr

Sicherheit wird groß geschrieben beim Bau des neuen Elbe-Dükers: Bevor sich die Mitglieder des Hetlinger Gemeinderats mit Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) und Bauausschuss-Chef Michael Rahn (FWH) ein Bild von den nun angelaufenen Vorbereitungsarbeiten am Deich in Wedel machen dürfen, werden erst einmal leuchtend orangefarbene Warnwesten, Schutzbrillen und Sicherheitshelme an sie verteilt. Dann geht es unter der Leitung von Johannes Müller, Abteilungsleiter der Hamburger Tief- und Rohrleitungsbaufirma Meyer & John, von Fährmannssand Richtung Wedel.

Die Hetlinger Kommunalpolitiker können sich davon überzeugen, dass Gasunie, die den Ersatz für den alten Elbe-Düker baut, ernst macht mit dem Versprechen, den Schwerlastverkehr möglichst aus ihrer Gemeinde herauszuhalten. Dazu wird derzeit eine Umfahrungsstraße beim beliebten Ausflugsziel Fährmannssand gebaut. Die 611 Meter lange Behelfsstraße ist vier Meter breit und soll später – so die bisherige Planung – wieder zurückgebaut werden.

Auf der Straße sollen später in Konvois mit sechs bis acht Fahrzeugen die Anlieferungen stattfinden, wie beispielsweise die vier Meter langen und 24 Tonnen schweren Betonrohre mit einem Außendurchmesser von drei Metern. Sie werden am Rhein produziert und in Margen von 35 Stück per Schiff nach Wedel gebracht.

Mit Tempo 5 über die Brücke fahren

Über das Sperrwerk ist bereits eine Brücke gelegt worden, damit daran keine Schäden entstehen können. Sie soll mit einer Höchstgeschwindigkeit von fünf Stundenkilometern dem Bauverkehr vorbehalten bleiben. Für Fußgänger und Radfahrer wird nebenan ein Weg erstellt. Wie Müller erklärt, sind die Arbeiten leicht in Verzug – aber er glaubt fest daran, dass die 14 Tage schnell aufgeholt werden können. In zwei Wochen soll der Sommerdeich geöffnet werden.

Da es bei der Erstellung der Trasse keine klaren Baufeldgrenzen gibt, hält sich stets eine Sicherheitsfachkraft am Deich auf. Ausflügler werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein. Bürgermeisterin Ostmeier zeigte sich nach der Exkursion zufrieden: „Es ist wichtig, das Ergebnis in der Praxis zu sehen.“ Die Abstimmung mit Gasunie findet sie „super“. Das findet auch FWH-Fraktionschef Rahn: „Ich hatte immer Bedenken, dass der Verkehr über Hetlingen laufen wird, aber es wird wirklich an der Umgehung gearbeitet und das ist schon beeindruckend.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen