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Kinder- und Jugendbeirat Hetlingen : Der Schulbus ist einfach zu teuer

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Hetlinger Kinder- und Jugendbeirat will die Schülerbeförderungssatzung kippen. Die Oberstufe zahlt das Fünffache.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 14:00 Uhr

Hetlingen | Knallhart Politik machen – das wollen die Mitglieder des im Frühjahr gewählten Kinder- und Jugendbeirats Hetlingen. Die Nachwuchsvertreter haben die Schülerbeförderungssatzung des Kreises Pinneberg auf’s Korn genommen. Der Grund: Ab Klassenstufe 11 – also ab der Oberstufe an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen – müssen Eltern die Fahrtkosten für die Schüler selbst übernehmen. „Das schlägt mit 460,80 Euro im Jahr zu Buche“, beschweren sich Beirats-Chef Julius Körner und sein Vize Florian Kleinwort. Und sie haben den Fachdienst Jugend und Bildung der Kreisverwaltung Pinneberg angeschrieben.

Während laut Kreis-Satzung Kosten für die Beförderung der Jungen und Mädchen, die ihren Wohnsitz nicht am Schulstandort haben, bis einschließlich der zehnten Klasse vom Kreis und den Schulträgern bezuschusst werden, haben Oberstufenschüler das Nachsehen. Ein Hetlinger bis Klasse 10, der in Wedel zur Schule geht, muss einen Eigenanteil von 90 Euro pro Jahr – 7,50 Euro im Monat – für die Kreiskarte bezahlen. „Diese Verfünffachung des Eigenanteils halten wir für nicht gerechtfertigt“, heißt es in dem Schreiben.

Aus Sicht der Beiratsmitglieder sei eine Eigenbeteiligung selbstverständlich. Auch einer Anhebung für Oberstufenschüler stimmen die Jugendräte zu, „da die Meisterung des Schulweges für ältere Schüler weniger Hürden bereitet“. „Trotzdem ist die Strecke, gerade im Winter, nicht ohne Weiteres zu bewältigen“, betont Körner. Der Rat hält jedoch die „exorbitante Steigerung der Eigenbeteiligung für unverhältnismäßig. Körner: „Wir würden eine Diskussion darüber sehr begrüßen.“ Der Hetlinger Nachwuchs wartet nun „freundlichst“ auf Stellungnahme.

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