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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 09:44 Uhr

Haselau : „Der Raiffeisenbank geht es gut“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kreditgeschäft des Geldinstituts steigt auf 39 Millionen Euro an. Rückzug der Sparkasse aus Holm sorgt für Neukunde.

Haselau | „Der Raiffeisenbank Elbmarschen geht es gut“, fasste Vorstandsmitglied Sönke Hahn das Jahr 2013 zusammen. 154 der 1611 Anteilseigner waren zur Mitgliederversammlung in den Jägerkrug in Haselau-Hohenhorst gekommen, um sich über die Entwicklung der Genossenschaftsbank zu informieren.

„Das Kreditgeschäft ist im Vergleich zu 2012 um 2,7 Prozent, also eine Million Euro, auf 39 Millionen Euro gestiegen“, erklärte Hahn den wichtigsten Einnahmenbereich. „Auf der einen Seite schmilzt die Zinsspanne dahin, und auf der anderen Seite steigen die Kosten durch die Regulierung“, mahnte der Banker. Die derzeitigen Regulierungsforderungen der Politik träfen die Falschen. „Ich habe Angst, dass unser stabiles Geschäftsmodell kaputt reguliert wird“, mahnte Hahn und forderte: „Wir brauchen Regulierung mit Augenmaß oder sogar eine Regulierungspause.“

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation sei es im Bankwesen schwer, gute Ergebnisse zu erzielen. Die hatte der Vorstand der Raiffeisenbank Elbmarschen aber für die Mitglieder im Gepäck. Das Gesamtkundenvolumen – alle Einlagen, Kredite und betreuten Produkte wie Bausparverträge – betrug zum Jahresende 2013 277,3 Millionen Euro. Besonders freute Hahn, dass man mehr als 150 neue Kunden gewinnen konnte: „Der Rückzug der Sparkasse Südholstein aus Holm hat uns unerwartete Kundenzuwächse beschert, und der Wechselwille hält weiter an.“

Unter dem Strich konnte Hahn einen Bilanzgewinn von 78.345,67 Euro vermelden, von dem die Mitglieder direkt profitieren. 16.090 Euro werden als Dividende an die 1611 Anteilseigner ausgeschüttet. „Der Vorstand hat versichert, dass die Dividende spätestens Donnerstag auf ihren Konten gutgeschrieben wird“, erklärte Aufsichtsrat Rainer Behnke direkt nach der einstimmigen Entscheidung der Mitglieder.

Jeweils 30.000 Euro sollen in gesetzliche und Ergebnisrücklagen fließen, von denen die Mitglieder indirekt profitieren. „Zusammen mit der Zuweisung in den Beteiligunsfonds, über den die Mitglieder an den Rücklagen der Genossenschaft beteiligt sind, kommen sie auch für 2013 wieder auf eine Rendite von 20 Prozent“, so Behnke.

Hans-Jürgen Lutz und Matthias Strauch wurden von der Mitgliederversammlung als Aufsichtsräte für drei Jahre wiedergewählt. Rechtsanwalt Hartmut Bödecker vom Genossenschaftsverband wurde von Hahn und Behnke in den Ruhestand verabschiedet, nachdem dieser zum letzten Mal die Richtigkeit des Bilanzergebnisses nach dem Genossenschaftsgesetz bestätigt hatte. Zum Abschied gab es einen Korb mit Produkten aus der Region. „Nur der Wein kommt nicht aus der Marsch“, scherzte Behnke, der mit den Ehrungen fortfuhr: Harald Hamster, Gerhard Koopmann, Helga Tumforde (alle Haseldorf), Helmut Koopmann, Dieter Ladiges, Hermann Markmann, Hubertus-Peter Oestreich (Heist), Heinrich Brunckhorst, Hans-Walter Seifert, Egon Wrage, Jonny Wrage (Hetlingen), Helmut Hans Holten (Holm), Johannes Eggers, Hans-Werner Hübner (Moorrege) und Gerhard Struck (Uetersen) wurden mit einem Bildband der Marsch und einem Gutschein für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Gegründet wurde die ehemalige Spar- und Darlehenskasse Heist am 13. Mai 1914. 1976 fusionierten die Banken in Heist und Holm, und es entstand die Raiffeisenbank Heist-Holm. 1992 schlossen sich die Banken in Haseldorf – zu der auch die Zweigstelle Hetlingen gehörte – und Heist zur heute existierenden Raiffeisenbank Elbmarsch zusammen. Ihr Geschäftsgebiet umfasst die Gemeinden Haseldorf, Heist, Hetlingen und Holm. Dort sind 28 Mitarbeiter und drei Auszubildende tätig.
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erstellt am 11.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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