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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. August 2017 | 07:07 Uhr

Holm : Der Mythos Bullerbü wirkt nach

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Drexel freut sich über Resonanz aus Schweden.

Holm | Astrid Lindgren verzaubert die Menschen auch nach ihrem Tod. Nicht nur mit ihren Büchern wie Pippi Langstrumpf oder Michel aus Lönneberga, sondern auch durch ihren 30 Jahre dauernden, lange unbekannten Briefwechsel mit Sara Schwardt (Foto), der im September als Buch erschienen ist. Die Schwedin hatte jüngst auf Einladung der Holmer Journalistin Claudia Drexel bei einer Lesung im Wedeler Johann-Rist-Forum tiefe Einblicke in die Brieffreundschaft gegeben. Die mehr als 120 Gäste hatten sogar das Glück, via Skype-Live-Schaltung nach Schweden Lindgrens Tochter Karin Nyman (Foto, 81)erleben zu dürfen. Die Resonanz auf diesen in dieser Besetzung einmaligen Abend war überwältigend, schildert Drexel. Und auch bei ihr hat der Zauber von Bullerbü gewirkt: Die freie Journalistin bei ARD und NDR lernt nun Schwedisch und wird im kommenden Jahr Urlaub im Land der Elche machen. Schwardt hat sie zu einem Besuch eingeladen.

Auf die Idee zur Veranstaltung war Drexel durch ihren Job gekommen, als sie den schwedischen Film „Astrid Lindgren“ fürs deutsche Publikum bearbeitete. Für den Arte-Beitrag wurde sie jüngst mit dem Juliane-Bartel-Medienpreis ausgezeichnet. „Es war eigentlich einfach nur ein Job – und dann wurde es meine Herzensangelegenheit“, erklärt die Holmerin ihr Engagement. In der Arte-Produktion flog die Geschichte des heimlichen Briefwechsels nämlich raus. „Aber sie war es wert, dass die Geschichte erzählt wird“, betont Drexel. Flugs wurden Sponsoren gesucht, der Holmer Musiker Tim Linde und sein Kollege Martin Scibik begeisterten nicht nur die schwedischen Gäste mit ihrer Darbietung.

Der Abend gefiel so sehr, dass Schwardts Managerin Anna Mellergards auf ihrer Facebook-Seite mit Wedel wirbt. Und Annika Lindgren, Enkelin der Grande-Dame der Kinderliteratur, lobt: „Ich glaube das war großartig für Astrid Lindgren und die Bücher.“ Schwardts Buch hat übrigens inzwischen Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste der Sparte Biografien für Jugendliche erobert. Für Drexel ist das keine Überraschung: Sie wird den Band zu Weihnachten verschenken – mehrfach.

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erstellt am 19.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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