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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 17:56 Uhr

Wedel : Der Millionen-Deal wird überarbeitet

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Kommunalaufsicht billigt Stadtsparkassen-Beteiligung unter der Bedingung: Kernkapitalerhöhung statt Sparkassenbrief.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Das Gezerre um Wedels geplanten Zehn-Millionen-Deal mit der Stadtsparkasse hat ein Ende – zumindest was die rechtliche Seite angeht. Auf Anfrage erklärte Bürgermeister Niels Schmidt am Donnerstag: Die Kommunalaufsicht hat endgültig grünes Licht für die geplante Beteiligung gegeben – zumindest für einen Teil. Wedel hat daraufhin das zuletzt vorgelegte Modell überarbeitet und wird dem Finanzausschuss nun eine Beschlussvorlage präsentieren, die der Stadt unterm Strich noch mehr Geld bescheren soll als zuletzt kalkuliert.

Die ursprüngliche Idee hinter dem Deal: Die Stadt wollte die aktuelle Niedrigzinsphase nutzen und ein Kommunaldarlehen über zehn Millionen Euro aufnehmen. Jeweils fünf Millionen Euro sollten in eine Stammkapitalerhöhung der Stadtsparkasse und in einen Sparkassenbrief investiert werden, beide fest verzinst zu Konditionen, die Wedel jährlich rund 330.000 Euro an Erträgen einspielen.

Kein Problem was den ersten Teil dieses Geschäfts angeht, der zweite Teil jedoch sei bedenklich hieß es plötzlich und überraschend für die Stadt im September aus Kiel. Bedenken, die sich letztlich erhärtet haben, so Schmidt.

Rendite fällt höher aus

Eine kreditär finanzierte Kapitalanlage der Stadt? Dafür wollte das Ministerium dann doch nicht seinen kommunalhaushaltsrechtlichen Segen geben. Wohl aber für die Kernkapital-Variante. Und eben die hat die Finanzverwaltung jetzt ausgefeilt. Ihr Beschlussvorschlag: Statt fünf die vollen zehn Millionen Euro als Beteiligung in Form einer Erhöhung des so genannten harten Kernkapitals, verzinst mit sechs Prozent. Die Stadtsparkasse habe bereits ihr Okay gegeben, so Schmidt.

Der Verwaltungschef betont dabei nochmals: Für das städtische Geldinstitut sei diese Form der Eigenkapitalstärkung keine Notwendigkeit. Bereits jetzt würden die Basel-III-Kriterien erfüllt. Die Sparkasse könne aber mit der Beteiligung durch eine Ausweitung ihres Kreditgeschäfts profitieren und die Stadt durch jährliche Erträge, die bei dem neuen Modell sogar höher als die zuvor kalkulierten 330.000 Euro per anno ausfallen würden. Das Geld für die Beteiligung beschafft sich Wedel auf dem freien Finanzmarkt. Mit rund 2,3 Prozent Zinsen rechnet die Stadt für diesen Kredit, der, so Schmidt, wiederum einen Gegenwert bei Sparkasse schaffe und zugleich Rendite abwerfe.Der Finanzausschuss tagt zu diesem Thema am Montag, 10. November, ab 19 Uhr im Rathaus.

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