Haseldorf : Der Kulturverein hat Nachwuchssorgen

Der Kulturvereins-Vorstand benötigt dringend Nachwuchs. Barbara Rühl (v. l.), Lorena Coccio-Klatt und Jochen Pragal rührten kräftig die Werbetrommel.
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Der Kulturvereins-Vorstand benötigt dringend Nachwuchs. Barbara Rühl (v. l.), Lorena Coccio-Klatt und Jochen Pragal rührten kräftig die Werbetrommel.

Die Führungsriege der Haseldorfer Bandreißerkate ist in die Jahre gekommen und sucht dringend junge Kräfte. Empfang mit Prominenz.

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13. Januar 2015, 14:00 Uhr

Haseldorf | „20 Jahre sind genug.“ Mit dieser von Jochen Pragal aufgestellten, provokanten These wurden die mehr als 70 Gäste aus Kultur und Politik – darunter der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) und die Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier (CDU) und Thomas Hölck (SPD) – beim Neujahrsempfang in der Haseldorfer Bandreißerkate geradezu aufgerüttelt. Pragal war einer der Gastgeber, die für den Kulturverein Haseldorfer Marsch als Redner eingesprungen war. Die Begrüßungsansprache von Barbara Rühl, die seit Eröffnung der Kate als Kulturtreffpunkt den Arbeitskreis „Kreativ-Werkstatt“ leitet, hatte bereits klar gemacht, dass der Verein dringend neue Kräfte benötigt. Fast die gesamte Stammmannschaft – bis auf Barbara Rühl und Inge Drewel vom Plattkrink – war krankheitsbedingt beim Empfang ausgefallen.

Dem Vorsitzenden Niels-Peter Rühl, der Ende 2013 schwer erkrankte, geht es wieder besser, aber er wird sein Amt in Zukunft definitiv nicht mehr ausüben. Seine Stellvertreterin Maria Westphal – sie leitet seit Jahren mit großem Engagement den Arbeitskreis „Kulturelles für Kinder“ und kümmert sich um die Historie der Kate mit dem Museum, Ausstellungen, Führungen und Hochzeiten – hatte „Peti“ Rühl im vergangenen Jahr adäquat vertreten. Im Augenblick ist auch sie krankheitsbedingt außer Gefecht gesetzt und hatte Mitglied Lorena Coccio-Klatt gebeten, ihre Rede zur Situation in der Bandreißerkate vorzutragen. Westphal legt dabei großen Wert auf die Bedeutung der historischen Kate, losgelöst vom kulturellen Geschehen, wie etwa die von Ilse von Stamm organisierten Events. Auch sie konnte am Empfang nicht teilnehmen.

Pläne gebe es genug für den in der Region bedeutsamen Verein und den Erhalt der historischen Bandreißerkate, so Westphal. Aber ohne tatkräftige neue Ehrenamtler sehe die kulturelle Zukunft in Haseldorf und Umgebung finster aus. Der „harte Kern“ werde dem Verein auf jeden Fall in zweiter Reihe erhalten bleiben. Für musikalische Unterhaltung sorgte Michael Horn-Antoni. Der Haselauer überraschte unter anderem mit einer Hommage an den jüngst verstorbenen Entertainer Udo Jürgens und spielte auf dem Klavier „Warum nur, warum ?“ sowie an Joe Cocker, der mit dem Beatles-Song „With A Little Help From My Friends“ einen Nummer-1-Hit landete.

Wer dem Kulturverein helfend helfen möchte, sollte sich Freitag, 13. Februar, vormerken. Dann findet ab 19.30 Uhr die Hauptversammlung in der Brandreißerkate, Achtern Dörp 3, statt.

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