Moorrege/Holm : Der Kreis schickt die Mensa in die Warteschleife

In dem Nebengebäude wohnte der Hausmeister, und die Heizung ist dort untergebracht. Dort ist bald die Mensa.
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In dem Nebengebäude wohnte der Hausmeister, und die Heizung ist dort untergebracht. Dort ist bald die Mensa.

Baubehörde ist überlastet. Jetzt droht der Zeitplan der Moorreger Schule zu platzen.

shz.de von
09. Januar 2015, 14:30 Uhr

Moorrege/Holm | Kräftig investiert werden soll in diesem Jahr in die Gemeinschaftsschule Moorrege (GemsMo). Während der Versammlung des Schulverbands wurde der vorliegende Haushalt von den Mitgliedern durchgewunken. Die Einnahmen und Ausgaben belaufen sich im Verwaltungshaushalt auf 927  800 Euro (2014 waren es 891.200 Euro) und im Vermögenshaushalt auf 479.900 Euro (1,11 Millionen Euro in 2014). Um das Gebäude fit für die Zukunft zu machen, sollen 1,2 Millionen Euro investiert werden. Das ist nach der Umwandlung von einer Regional- in eine Gemeinschaftsschule notwendig. Um eine offene Ganztagsschule anbieten zu können, wird in einem Nebengebäude kräftig umgebaut sowie erweitert.

Doch ob dort der Mensa-Betrieb wie geplant zum neuen Schuljahr nach den Sommerferien an den Start gehen kann, ist fraglich, wie Verbandsvorsteher und Moorreger Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) betonte. Zwar hat das Land einen Zuschuss bis zu 464.000 Euro bewilligt, aber es hakt am Kreis. Der muss eine Zuwendung-Bauprüfung vornehmen. Doch das geht nicht so schnell, wie es sich die Kommunalpolitiker wünschen. Wegen Arbeitsüberlastung – genannt wurden Kita-Projekte – werde die Prüfung erst im März oder April durch sein. Weinberg: „Der Kreis ist leider so kompliziert, wie haben nur den Kopf geschüttelt.“ Dabei hätten die Sachbearbeiter sich einfach dem Land anschließen können: „Ein Satz – fertig!“ Ein Beschwerdebrief an Landrat Oliver Stolz (parteilos) ging deshalb raus.

Die Langsamkeit der Kreisbaubehörde wird seit Jahren regelmäßig angeprangert. Rainer Jürgensen, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Moorrege, kommentierte: „So schwierig wie dieser Kreis ist keiner im ganzen Land Schleswig-Holstein.“

Die Bauzeit dauert nach Mitteilung von Jan-Christian Wiese vom Fachteam Planen und Bauen im Amt Moorrege etwa zwölf Wochen, ein Drittel davon sei lärmintensiv. Deshalb solle diese Phase möglichst in die Ferienzeit fallen.

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