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Neuer Schulleiter in Wedel : Der Kapitän geht an Bord

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Andreas Herwig kehrt als Schulleiter an die Gebrüder-Humboldt-Schule zurück. 48-Jähriger wird Nachfolger von Antonius Soest.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Offiziell ist Andreas Herwig seit dem 1. Februar neuer Schulleiter der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel. Seinen ersten Arbeitstag hatte der 48-jährige allerdings erst gestern, da Montag ein beweglicher Ferientag war. Für Herwig war es eine Rückkehr an den Ort, an dem er bereits nach seinem Referendariat von 2000 bis 2005 unterrichtet hatte. „Ich bin nicht wie ein Schulleiter, sondern wie ein Freund, der nach Hause kommt, begrüßt worden“, sagte Herwig während seiner Amtseinführung.

„Sie werden jederzeit auf die Unterstützung der Schule, des Schulträgers und natürlich auch des Ministeriums vertrauen können“, sagte Dörte Nowitzki, Vertreterin des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Bildung und Kultur. Sie lobte die Idee der Gebrüder-Humboldt-Schule, mündige Schüler zu fördern und motivierte Herwig, die Schule innerhalb der vorgegebenen Rahmen selbst zu gestalten. Die offizielle Ernennung des neuen Schulleiters war bereits im Vorfeld erfolgt.

Bürgermeister Nils Schmidt knüpfte an seine Abschiedsrede von Antonius Soest an (diese Zeitung berichtete): „Ich sagte, Kapitän Soest verlässt das Schulschiff. Jetzt geht Kapitän Herwig an Bord und legt die Uniforum an, die gar nicht so klein ist.“ Als Begrüßungsgeschenk brachte Schmidt ein „Starterpaket für Schulleiter“ mit. Neben einer Wedel-Tasse für den Kaffee am Morgen enthielt es Taschentücher, um die Abschiedstränen zu trocknen, Nervennahrung, wenn es einmal hoch hergeht, sowie einen Stift. „Damit können sie ihrer Frau Liebesbriefe schreiben oder Dankesbriefe an den Schulträger“, scherzte Schmidt. Das Stadtoberhaupt freute sich, dass Herwig sich zudem für die Rolandstadt als Wohnort entschieden hat. Zusammen mit seiner Verlobten Kinga Höchemer sowie vier Kindern zwischen elf und 21 Jahren, von denen zwei die Oberstufe der GHS besuchen, zog Herweg um.

„Ich freue mich, dass ich hier bin“, sagte Herwig zu Beginn seiner Vorstellung. Nach seinem Referendariat unterrichtete er fünf Jahre lang an der Integrierten Gesamtschule Wedel (IGSW), der heutigen Gebrüder-Humboldt-Schule. Aus familiären Gründen zog er nach Nordrhein-Westfalen, wo er in Bochum und Hagen unterrichtete. „Ich bin nach NRW gezogen, um festzustellen, dass mein Sehnsuchtsort Wedel ist“, sagte Herwig. Denn für ihn sei die GHS nicht nur eine gute, sondern eine besondere Schule. „Schon als ich das erste Mal die Schule betrat, spürte ich die Sogwirkung“, so der neue Schulleiter, der die Offenheit und den gegenseitigen Respekt untereinander lobte. Er habe in seinem Umfeld immer von der GHS geschwärmt und daher sei die Rückkehr ein logischer Schluss gewesen. Denn den Kontakt habe er nie abreißen lassen. „Ich hatte aber auch Angst zurückzukehren“, gestand Herwig und ergänzte: „Vielleicht waren meine Erinnerungen ja nur nostalgisch geprägt.“ Doch bei seiner Rückkehr habe er sich direkt wohlgefühlt. „Eine mir sehr vertraute Person meinte über die Wedeler: „Die sind hier einfach natürlich normal“, lobte Herwig. Auch das Kollegium habe ihn freundlich empfangen. „Ich bin stolz Haupt und Teil dieses Teams zu sein“, sagte Herwig. In die derzeit noch zu großen Fußstapfen seines Vorgängers wolle er nicht treten, sondern seine eigenen Spure hinterlassen und Wege gehen. Abschließend schaute Herwig vom Rednerpult auf und begann zu strahlen: „Ich bin wirklich glücklich, hier heute stehen zu dürfen.“

„Mit Veränderungen muss man vorsichtig sein“, sagte Herwig im Gespräch mit dieser Zeitung. Antonius Soest habe die Schule gut aufgestellt und auf einen guten Weg gebracht. Veränderungen kämen ohnehin auf die Schule zu. „Wir müssen und wollen die Inklusion so gestalten, dass alle Schüler davon profitieren“, sagte Herwig. Zudem müssten die Oberstufe dreizügig ausgebaut werden sowie die Abschlusse für die neunten und zehnten Klassen neu geregelt werden. Das Mint-Projekt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wolle er in den Fokus nehmen. „Das war immer mein Steckenpferd“, sagt der Schulleiter.

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