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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 12:21 Uhr

Der Hafen im künstlerischen Blick

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Vorwiegend elbnah“ Ex-Wedeler Peter Schoettler stellt neue Arbeiten im Reepschlägerhaus aus / Morgen ist Vernissage

shz.de von
erstellt am 19.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Das Spektrum von Peter Schoettler ist groß. Der Maler fühlt sich nicht nur in nahezu jeder Kunsttechnik zu Hause. Auch motivisch gibt es wohl nichts, was der ehemalige Lehrer des Wedeler Rist-Gymnasiums nicht schon auf die Leinwand gebracht hätte. In seiner neuen Ausstellung im Reepschlägerhaus, die am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr mit einer Vernissage beginnt, zeigt der 75-Jährige Bilder vom Hamburger Hafen.

Die Atmosphäre, das Licht, das Treiben: Mit den stimmungsvollen Arbeiten wird der Betrachter mitten hinein in Hamburgs maritimes Zentrum gesogen. „Vorwiegend elbnah“ lautet der Titel der Schau. Und ganz nah an der Elbe lebt der Künstler auch selbst. Seit 1954, wie der gebürtige Stettiner berichtet: zuerst in Altona, später in Wedel, wo er sich in der Ratsversammlung engagierte, und jetzt in Norderstedt. Ein Aufenthalt in Oberbayern blieb ein vierjähriges Intermezzo. Schoettler zog es zurück an den Strom. Auch thematisch schlägt der Künstler mit dem Sujet Hafen einen Bogen retour. Vor fast 60 Jahren begann Schoettler im Hamburger Hafen mit seinem damaligen Kunsterzieher Albert Feser erste Malversuche, heißt es in der Ankündigung für die Reepschlägerausstellung.

1992 stellte Schoettler zum ersten Mal in einer Einzelschau in Wedel aus. 2007 folgte eine Soloausstellung im Rathaus, 2012 zur 800-Jahrfeier eine in der Stadtsparkasse. Hinzu kommen zahlreiche Teilnahmen an Gruppenausstellungen. In Wedel ist der Kreative also ein häufiger Gast, der durchaus auch andere Künstler inspirierte. Drucktechniker Dieter Tautz bekannte beispielsweise vor zwei Jahren im Reepschlägerhaus, dass Schoettler seine künstlerische Initialzündung gewesen sei. Auf dem Wedeler Kunstmarkt habe er sich in dessen Radierungen verliebt und gedacht: Das möchte ich auch machen.

Die neuen Hafen-Bilder malte Schoettler in Pastell. Eine dem Thema besonders angemessene Ausdrucksform, wie er findet: malerisch und nicht detailversessen, dabei aber der Realität verpflichtet. „Ich bin nicht bereit, mir für einen bestimmten Stil Fesseln anlegen zu lassen“, bekannte er anlässlich seiner Wedel-Schau 2007. Auf der Suche nach neuen Inhalten, Formen und Techniken gibt es für den studierten Kunsterzieher keine Grenzen. Das verdeutlicht auch eine zweite Werkgruppe, die Schoettler in der Teestube zeigt. Zeichnungen, die nicht realistische Abbilder der Natur, sondern Refexionen über Gesehenes, Geträumtes oder Erlebtes darstellen. Vertrautes verknüpft mit Surrealem. Der Betrachter ist in diesen Werken zur Mitarbeit aufgefordert, denn sie benötigen seine Fantasie und Assoziationsfähigkeit. Die Verkaufsausstellung „Vorwiegend elbnah“ wird bis zum 10. September im Haus in der Schauenburgerstraße 4 zu besehen sein.

 

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