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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:32 Uhr

Wedel : Der Groß-Kita-Bau soll angeschoben werden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Einrichtung mit fünf Krippen- und vier Elementargruppen soll an der Moorwegschule oder an der Wiede entstehen. Trägerschaft offen.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Wedel | Eine Erweiterung der Fröbel-Kita bei Astra-Zeneca, ein Kita-Neubau der katholischen Kirchengemeinde neben dem Gotteshaus: Zwei groß angelegte Projekte sollten Luft in Sachen Kinderbetreuung in Wedel bringen. Beide sind geplatzt. Und das bei ausgelasteten Kitas und vollen Wartelisten. Optionen auf Anbau an bestehende Einrichtungen sieht die Stadt nicht – und ergreift daher die aufgrund dringenden Handlungsbedarfs die Initiative. Für den Planungs- wie für den Bildungsausschuss Anfang März präsentiert die Verwaltung einen Beschlussvorschlag, um ihrerseits den Bau einer neuen Groß-Kita auf den Weg zu bringen.

Der Planungsausschuss befasst sich am Dienstag, 1. März, mit der Grundstücksauswahl für den Kita-Bau. Beginn der Sitzung im Rathaus ist um 18 Uhr. Am 2. März hat der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss das Thema auf der Tagesordnung. Das Gremium tagt ab 19 Uhr ebenfalls im Rathaus.

Geplant sind insgesamt 130 Plätze – 80 in vier Elementargruppen, 50 in fünf Krippengruppen. Dabei ist die Aussicht auf den Bau von etwa 450 neuen Wohneinheiten in Wedel in den komenden zwei Jahren und der Bedarf an Plätzen für Flüchtlingsfamilien gar nicht der primäre Grund. Tatsächlich besteht laut Burkhard Springer, Leiter des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport (BKS), ganz aktuell dringender Bedarf. Zwar stehe Wedel mit einem Versorgungsgrad im Krippenbereich von 41 Prozent vergleichsweise gut da. Allerdings fänden sich derzeit rund 100 Kinder auf den Wartelisten. Etwas entspannter sei die Situation bei Elementarplätzen. Hier sind etwa 30 Kinder auf den Listen, bei einem Versorgungsgrad von knapp 90 Prozent. Nach aktuellen Bedarfsplan sei die Stadt verpflichtet, weitere Betreuungsplätze zu schaffen – möglichst viele und möglichst schnell, so der Fachdienst BKS.

Dabei geht es zunächst um die Grundstücksfrage – und die ist arg begrenzt. Nach Prüfung sieht die Verwaltung lediglich zwei Grundstücke für die mögliche Realisierung – eine Grünfläche zwischen der Straße Wiede und dem Sportplatz sowie den Bolzplatz neben der Moorwegschule. Letzterer ist laut Vorlage klarer Favorit, da das Areal am Breiten Weg strategisch günstig liege und planungsrechtlich mit wenig Aufwand nutzbar gemacht werden könne. Nachteil: Die Moorwegschule würde einen Teil ihres Pausengeländes verlieren. Es blieben jedoch 1500 Quadratmeter, die weiter von der Grundschule genutzt werden könnten, heißt es seitens der Verwaltung. Die alternative Fläche an der Wiede würde aufgrund eines mindestens eineinhalb Jahre dauernden B-Plan-Verfahrens angesichts der Dringlichkeit deutlich weniger geeignet sein, lautet die Einschätzung des BKS. Und: „Alle anderen möglichen Alternativen, Plätze zu schaffen, sind bereits ausgeschöpft oder aus Kostengründen unrealistisch“, so die Stellungnahme der Verwaltung.

 

Idee ist nun, das Grundstück per Erbbaurecht einem Träger an die Hand zu geben, der die neue Kita realisiert. Vier am Ort aktive Institutionen hätten bereits in Gesprächen mit der Stadt grundsätzlich Interesse bekundet, sagt Springer. Er erhofft sich noch vor der Sommerpause eine Entscheidung der Politik über Standort und Trägerschaft. Der Zeitrahmen bis zur Realisierung hänge dann von der Finanzierung und der Prüfung von Förderwegen ab.

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