VHS Wedel : Der Gebäudeverkauf ist vom Tisch

Die CDU hatte den Verkauf des Hauses, in dem Volkshoch- und Musikschule angesiedelt sind, im Januar zur Diskussion gestellt.
Die CDU hatte den Verkauf des Hauses, in dem Volkshoch- und Musikschule angesiedelt sind, im Januar zur Diskussion gestellt.

Interfraktionelle Arbeitsgruppe einig: Immobilie in der ABC-Straße soll nicht zur Haushaltskonsolidierung veräußert werden.

shz.de von
13. Mai 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Aufatmen bei VHS und Musikschule: Die Wedeler Politik hat sich in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe darauf geeinigt, das Gebäude in der ABC-Straße nicht zu veräußern. „Der Verkauf steht nicht mehr zur Debatte“, bestätigte SPD-Ratsherr Lothar Barop (Foto) auf Nachfrage dieser Zeitung. „Dieser Punkt ist nun für alle Fraktionen klar“, so der Sozialdemokrat.

Die CDU hatte im Januar die Verwaltung aufgefordert, einen möglichen Verkauf des Gebäudes zu überprüfen. Die Einnahmen sollten helfen, den Haushalt zu konsolidieren. Die Kurse von Volks- und Musikhochschule hätten in diesem Fall dezentral über die Rolandstadt verteilt abgehalten werden können. SPD und Linke sprachen sich kategorisch gegen einen Verkauf aus. Die anderen Fraktion meldeten Gesprächsbedarf an. Die Fraktionen einigten sich damals, zunächst in einer Arbeitsgruppe über die weiteren Maßnahmen zu diskutieren.

Das Gedankenspiel der Christdemokraten sorgte für mächtig Wirbel in Wedel. Bei einer Gesprächsrunde mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann im Februar äußerten Sozialdemokraten, Mitarbeiter der beiden Institutionen und anwesende Bürger scharfe Kritik. Per Unterschriftenliste wurde die Gründung einer Bürgerinitiative zum Erhalt des Bildungsstandorts an der ABC-Straße angestoßen.

Bisher hat die Arbeitsgruppe laut Barop drei Mal getagt. Mit der Entscheidung gegen den Verkauf ist die Tätigkeit des Gremiums indes noch nicht beendet. Über mögliche Reformen an VHS und Musikschule wird weiter diskutiert. CDU und FDP hatten beispielsweise Anfang des Jahres auch darüber nachgedacht, Kurse zu streichen, die auch von privaten Bildungseinrichutngen in Wedel angeboten werden. Barop forderte, die Fixkosten der Einrichtungen zu senken, in dem Abläufe optimiert werden.

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