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Wachwechsel in Rissen : Der Bürgerverein startet neu durch

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der neue Vorstand hat viel vor. Das Thema Flüchtlinge, aber auch Lesungen, Musik und Feste stehen auf der Agenda.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 14:15 Uhr

Rissen | Der Rissener Bürgerverein hat sich neu aufgestellt. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung wurde nahezu der gesamte Vorstand ausgetauscht. Das war nötig geworden, weil sich sowohl Vorsitzender Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein sowie seine Mitstreiter Martina Dresel, Johann David Herstatt, Harald Müller und Renate Ebert für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung gestellt hatten.

Seit seiner Gründung am 31. Januar 1969 setzt sich  der Rissener Bürgerverein für ein  aktives Gemeindeleben ein. Die Rissener sollen sich in ihrem Stadtteil wohlfühlen, in ihrem „Dorf“ eine Heimat haben, so das Anliegen des Vereins. Mit Kursen, Vorträgen, Straßenfesten und Studienfahrten soll seit nunmehr 47 Jahren das Zusammenleben  be- und gefördert werden. Besonderes Augenmerk legten die Vereinsaktiven bisher auf eine umfangreiche Aufarbeitung der Geschichte der Gemarkung Rissen, aus der einige Publikationen hervorgingen. Zudem kam über die Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung an Gemälden aus der Region zusammen. Die Gestaltung und Entwicklung des Dorfbildes und der Natur liege  ihnen besonders am Herzen, schreibt der Verein auf seiner  Website. Auch Erhaltung und Pflege der Naherholungsgebiete ist den Mitgliedern ein Anliegen. Darüber hinaus begreift sich der Bürgerverein seit jeher in wichtigen Themen als Sprachrohr, mit dem Rissener in Gemeinschaft etwas bewegen können. 

Trotzdem geht die Bürgervereinsarbeit reibungslos weiter, denn es gab andere Kandidaten, die vortraten. Die Mitglieder wählten Claus Scheide zum neuen Vorsitzenden. Ulli Engelbrecht wurde zum Vize-Chef bestimmt. In Zukunft wird Sylvia Buhlheller die Geschäftsstelle leiten, so das Votum der Versammlung. Ins Team der Beisitzer wählten die Mitglieder Heidi Behrmann, Silke Ladiges, Stefan Moog, Eva-Maria Oehrens und Stephan Pauli. Als Kassenprüfer wurden Helga Breuer, Wolfgang Heinze und Otto Hoppe bestätigt. Schatzmeister Kai Aßmann musste sich diesmal nicht zur Wahl stellen. Ihm bleibt noch ein Jahr im Amt.

Nach einem Aktivitätshöhenflug vor gut zehn Jahren, als sich der Bürgerverein Rissen unter anderem der Sanierung des verrotteten Spielplatzes im Klövensteen annahm sowie Feste und Märkte zu jeder Jahreszeit ausrichtete, war es in letzter Zeit eher still geworden um die Betriebsamkeit des Vereins. Jetzt wollen die Verantwortlichen wieder voll durchstarten. Das Flüchtlingsthema werde sie zukünftig beschäftigen, blickte Scheide voraus. Er beteuerte, dass der Bürgerverein Ideen und Maßnahmen für eine Integration unterstütze und forderte die Rissener auf, sich für ein kreatives und vernünftiges Miteinander einzubringen: „Es ist unsere Aufgabe darauf hinzuwirken, dass die Diskussion weiterhin sachlich und offen geführt wird.“ Die Resonanz auf die gelungene Infoveranstaltung gemeinsam mit den Bürgervereinen aus Blankenese und Sülldorf-Iserbrook sporne an. Das werde wiederholt, versprach Scheide.

Engelbrecht gab einen Ausblick auf anstehende Aktivitäten. Das Bürgerhaus Alte Steinschule, der Sitz des Vereins, solle zum „Marktplatz der Möglichkeiten“ werden, mit vielerlei Kunst und Kleinkunstveranstaltungen. Musik und Leseabend soll es geben, eine Geschichtswerkstatt sowie Film- und Fernsehabende. „Es wäre doch durchaus charmant, das legendäre ‚Raumschiff Orion‘ zu aktivieren und beim gemeinsamen Gucken Astronauten-Snacks zu knabbern“, schlug er vor. Doppelkopf-Runde, Café-Plausch, Diskussionen zum Öffentlichen Nahverkehr und zur Lebensqualität, eine Retroleseshow, Oldie-Partys und ein Herbstfest: Die vielen Ideen, die sie bereits gesammelt hätten, würden jetzt nach und nach abgearbeitet. Zukünftig wird sich Engelbrecht um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmern. 

Das Haus des Rissener Bürgervereins befindet sich gegenüber der Tankstelle in der  Wedeler Landstraße 2. Außer der Archivgruppe, der Blumengruppe, dem Briefmarkentausch, der Bücherkammer „Bring eins, nimm eins“, dem kulturellen Gesprächskreis und dem offenen Künstlerkreis ist auch eine Gruppe im Bürgerverein beheimatet, die regelmäßig gemeinsam ins Theater geht. Einen ersten Termin gibt es bereits für die neue Reihe „Dorfgespräch“: Am Montag, 30. Mai, geht es mit den Gästen Carsten Westermann, Stadtteilpolizist, und Axel Bastian, Leiter Prävention und Verkehr, um die Verkehrssituation in Rissen. Beginn: 18 Uhr. Für Sonnabend, 11. Juni, lädt Ulli Engelbrecht zur popliterarischen Retroleseshow „Mehr als nur ein dummes, rundes Ding“ ein. Beginn: 19 Uhr. Im Anschluss steigt eine 1970er-Jahre-Plattenparty. Eintritt: zwölf Euro. Autorin Inga Marie Ramcke veranstaltet am Sonnabend, 16. Juli, ab 15 Uhr eine interaktive Lesung  mit Musik und ihrem Buch „Reiseführer für Tiere“. Eintritt: fünf Euro. Für Sonnabend, 25. Juni, plant Illustratorin Andrea Kemmereit einen dreistündigen Nachmittagsworkshop mit Lesung und Wichtelbasteln. Kosten: zwölf Euro. Die Uhrzeit steht noch nicht fest. Aus organisatorischen Gründen bittet der Bürgerverein um Anmeldungen unter Telefon 040-811256.
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