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Neukonzeption in Wedel : Der Bauhof setzt auf Prozessoptimierung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Beispiel Baumpflege: Durch Umschichtung und Qualifizierung der Mitarbeiter spart die Stadt teure Fremdvergabe.

Wedel | Gestern Mittag am Langen Damm: Benjamin Jensen fährt im Korb eines Hubsteigers zur Krone eines der Bäume, die den Weg Richtung Fährmannssand flankieren. Er setzt die Säge an, kappt einen handgelenksdicken Ast, lässt ihn zu Boden fallen. An sich ein unspektakulärer Akt, und doch von grundlegender Bedeutung. Der Arbeitsschritt steht für eine erfolgreiche Teilumsetzung der 2013 begonnen Neukonzeptionierung des Wedeler Bauhofs.

Prozessoptimierung, so lautet das Stichwort, unter dem Bauhofchef Sönke Ferch, Gartenbaumeister und Betriebswirt, kurz nach Amtsantritt 2012 den 20-Mann-Betrieb mit Sitz im Autal umgekrempelt hat. Auch den Bereich Verkehrssicherungspflicht durch Baumpflege. Ein Prinzip: Umschichtung der Ressourcen. Statt kostenintensive Arbeiten zu vergeben, werden sie durch qualifizierte Bauhofmitarbeiter selbst übernommen. Kapazitäten dafür werden gewonnen, indem wiederum einfache und kostengünstige Arbeiten an Fremdfirmen vergeben werden.

Jensen, einer von drei Gärtnern bei dem städtischen Unternehmen, hat zu diesem Zwecke im vergangenen Jahr eine berufsbegleitende Zusatzausbildung zum Fachagrarwirt erfolgreich durchlaufen. Resultat: Seit 2016 kann er mit seinem Team des Bauhofs – neben Jensen Andreas Mehlen und Mona Schmälter – fachliche Baumpflege- und Unterhaltungsmaßnahmen selbst durchführen. Und damit Kosten sparen. 65.000 Euro veranschlagte die Stadt aktuell noch für diese Maßnahmen, mit denen vor allem der Verkehrssicherungspflicht Genüge getan wird.

Spürbare Kostenreduzierung

Das soll und wird sich reduzieren, so Birgit Woywod, Fachdienstleiterin Tief- und Gartenbau. Um welchen Betrag, lasse sich derzeit noch nicht prognostizieren. Dies sei auch abhängig vom Anteil der selbst übernommenen Einsätze. Manche, etwa die Pflege und Begutachtung der Naturdenkmäler, müssten weiter vergeben werden.

Ziel sei jedoch sukzessive mehr durch den Bauhof abzudecken und gegebenenfalls auch weitere Mitarbeiter zu qualifizieren. Denn klar ist laut Ferchs Entwickungsbericht vom Januar 2016 zur Umsetzung des Konzepts: Investitionen in Fortbildung der Beschäftigten und Ausstattung könnten einen spürbaren Beitrag zur Prozessoptimierung auf dem Bauhof leisten.

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erstellt am 01.Jun.2016 | 12:30 Uhr

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