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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 02:20 Uhr

Wedel : Den stillen Moment „Festgehalten“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Malerin Heike Grebbin und Fotograf Thomas Wilhelmi stellen gemeinsam bei Secumar aus.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Thomas Wilhelmis Fotografien sind eine Sammlung stiller Momente. Bilder voller Eindringlichkeit, die Augenblicke festhalten, die sich bis in die Unendlichkeit ausdehnen. Schwarz-weiß Fotografien ohne schwarz und weiß, ohne harte Kontraste. Dafür Aufnahmen voller Grautöne in allen denkbaren Schattierungen. Bilder, die nah sind und ganz fern – gleichzeitig. Heike Grebbin dagegen liebt die Farbe. Sie trägt das Öl in vielen Schichten auf die Leinwand, um Farbtiefe und Leuchtkraft zu erreichen. Sie macht sich aber auch frei vom Diktat der Lokalfarbe, um mit ihrer individuellen Farbgebung dem Motiv ihre eigenes Empfinden mitzugeben.

Zwei völlig unterschiedliche Künstler, deren Werke jedoch eines gemeinsam haben: den Zauber des Augenblicks, das Innehalten vor dem Moment. Zusammen stellen Wilhelmi und Grebbin jetzt in den Holmer Betriebsräumen des Rettungswestenherstellers Secumar aus. Ars secumaris heißt dessen Kunstreihe, die Kreativität und Inspiration in die Geest-Gemeinde bringen will, und die mit der Malerin und dem Fotografen zwei weitere Künstler gewinnen konnte, die davon Zeugnis ablegen. Vernissage ist am Freitag, 6. September. Ab 19.30 Uhr begrüßt Julia Bernhardt die Gäste, Wilhelmi selbst führt anschließend in die Ausstellung ein.

Weil ihre Bilder von Geschichten und Augenblicken aus ihrem Leben erzählen, haben beide ihre Gemeinschaftsschau „Festgehalten“ betitelt. Das betont den „Freeze“-Charakter der Bilder, das schnappschussartige, das Herausheben aus dem Alltäglichen. Er fange Orte ein, an denen andere Menschen achtlos vorbeigehen, erklärt Wilhelmi. Bezeichnenderweise, so berichtet er weiter, kam er „mit dem Hinterteil voran“ auf die Welt, weshalb sein Blick oftmals von der „anderen Seite“ auf das Leben falle. Als Student bekam er eine analoge Kamera und legte sie fortan nicht mehr aus der Hand. Heute arbeitet er digital, Bildbearbeitungen am Computer aber setze er nur zur Optimierung ein. Manipulationen und Retuschen hingegen seien ihm ein Gräul, so Wilhelmi.

Die Hamburgerin Grebbin lebt und arbeitet in Wedel und stellt seit 1998 in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen aus. „Schwerpunkt meiner Malerei ist die Annäherung an den Menschen“, erläutert sie. Das Ergründen von Emotionen. „Die Malerei als Reflektion des momentanen Empfindens“ will Grebbin aber nicht bierernst verstanden wissen. So manches Mal schleiche sich ein Schmunzelfaktor in ihre Bilder ein.

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