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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 01:20 Uhr

Den Rasern die Augen öffnen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gasunie kauft Tempo-Messgeräte für Hetlingen

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Jetzt gibt es keine Ausrede mehr für rasende Auto- und Lkw-Fahrer: In der Hetlinger Schulstraße ist die erste Geschwindigkeitsmessanlage installiert worden, eine zweite wird in den kommenden Tagen jenseits der Stöpe von Richtung Elbe kommend aufgestellt werden. Finanziert wurden die 6000 Euro teuren Geräte durch die Gasunie, die in Hetlingen einen Ersatzdüker baut (wir berichteten). „Ich verspreche mir dauerhaft etwas davon“, freute sich gestern Vormittag Hetlingens Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) bei der Übergabe durch Gasunie-Sprecher Philipp von Bergmann-Korn. Denn die Geräte gehen in den Besitz der Gemeinde über.


Auch Holmer beklagen sich über Lkw-Sünder


Zum Albtraumszenario der Hetlinger gehörten rasende Lkw, die nicht nur Schulkinder und andere Anwohner, sondern auch durch Erschütterungen die Häuser in ihren Grundfesten bedrohen könnten. Um die Belastung des Dorfes während der dreijährigen Bauphase so gering wie möglich zu halten, war nicht nur die Abwicklung des meisten Schwerlastverkehrs über die Deichverteidigungslinie beschlossen worden, sondern auch ein Tempo-30-Limit. Damit das auch klappt, hat Gasunie seine Auftragnehmer vertraglich knallhart dazu verpflichtet, sich an die Beschränkung zu halten. Viel Verkehr ist davon allerdings nicht betroffen, es sind lediglich etwa zwei Lkw-Fahrten pro Tag.

Dass sich die Hetlinger mit der Ruhe einen möglichen Deichbruch eingehandelt haben könnten, sieht die Bürgermeisterin nicht. „Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 31. Mai 2013 wurden alle Forderungen erfüllt, sodass die Deichsicherheit kontinuierlich gewährleistet werden kann“, heißt es in einem Schreiben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) vom 19. Februar zur Nutzung des Deichverteidigungswegs für Schwerlastverkehr.

Die Düker-Arbeiten verlaufen nach Angaben des Unternehmenssprechers im Zeitplan. Im April werde die Bohrmaschine geliefert, zeitnah solle dann auch der angekündigte Informations-Container eingeweiht werden.

Rasende Laster waren auch Thema während der jüngsten Sitzung der Holmer Gemeindevertretung. Jürgen Koch (Foto) beklagte sich während der Einwohnerfragestunde: „Von Hetlingen kommen Lkw mit 100 Sachen angebrettert.“ Er habe deshalb Angst, aus der Eschtwiete in den Holmer Weg abzubiegen. Auf das Problem angesprochen meinte Bergmann-Korn, dass die Gasunie-Vertragspartner auch nun auf dieses Problem hingewiesen werden. Holms Bürgermeister Walter Rißler (CDU) regte das Aufbringen eines Piktogramms auf den Asphalt an: „Aber es ist eine Landesstraße – das Land bestimmt und das Land hat kein Geld.“

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