Es fehlt Geld : Dem TSV Wedel droht die Insolvenz

Der Verkauf des Vereinsheims soll die erhoffte Rettung bringen.

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26. Juni 2015, 12:15 Uhr

Wedel | Finanzkrise beim Wedeler TSV: Die Kosten für das Sportzentrum in der Bekstraße wachsen dem größten Verein der Stadt über den Kopf. Zudem kämpft er mit Mitgliederschwund. Probleme, die der Vorstand als „existenzbedrohend“ wertet. Auf Nachfrage erklärte Vereinschef Jürgen Brenker: Sollten Rettungsversuche nicht greifen, drohe dem TSV die Insolvenz.

Um den Verein aus der Schieflage zu bringen, haben Gesamtvorstand und Vereinsrat den Verkauf des Vereinszentrums beschlossen. Noch im Juli sollen die Mitglieder in außerordentlicher Vollversammlung diesem Schritt zustimmen. Laut Brenker ist der 25 Jahre alte Komplex, der unter anderem Geschäftsstelle, Fitnessstudio,  Tanzsaal, Kegelbahnen und  die Gaststätte  beherbergt, stark sanierungsbedürftig. Zudem verursache der Komplex auch aufgrund  schlechter Energiewerte enorme Betriebskosten. „Das frisst uns auf“, so der Vereinschef. Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten laufen bereits. Er würde es dem Verein ermöglichen, als Mieter an gleicher Stelle zu bleiben, so Brenker. Ebenso ein zweiter potenzieller Käufer. 

Auch eine einmalige Umlage wurde als Rettungsoption erwogen. Oder eine Beitragserhöhung. Laut Brenker wären drei Euro notwendig. Erst Ende März hat  der  TSV höhere Beiträge beschlossen – zum zweiten Mal in zwei Jahren, um insgesamt  drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Ein Schritt, der zu einer Austrittswelle geführt hat. Nach Brenkers Angaben haben allein nach dem jüngsten Beschluss 200 Sportler ihre TSV-Mitgliedschaft gekündigt. Bleiben noch 2700 Mitglieder.

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