Neuer Elbedüker : Deichsperrung für den Rückbau

Spaziergang unter der Elbe: Der Tunnel für die neue Gasleitung zwischen Hetlingen und der Insel Lühesand ist etwa 1500 Meter lang.
Spaziergang unter der Elbe: Der Tunnel für die neue Gasleitung zwischen Hetlingen und der Insel Lühesand ist etwa 1500 Meter lang.

Der alte Elbedüker wird ausgebaggert. Umweg für Naherholungssuchende wird ausgeschildert.

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02. Mai 2015, 10:00 Uhr

Hetlingen/Wedel | Der neue Elbedüker liegt fertiggestellt tief unter dem Strom – nun geht es mit aller Kraft an den Rückbau des alten Versorgungstunnels. Wie die Arbeiten in den kommenden Monaten von statten gehen, darüber haben Fachleute der Gasunie Deutschland im Hetlinger Feuerwehrhaus informiert. „Jetzt geht es an eine gigantische Wurzelbehandlung“, sagte Gasunie-Sprecher Philipp von Bergmann-Korn. Betroffen ist nicht nur der Schiffsverkehr, sondern auch die Naherholung. Fußgänger und Radfahrer werden wegen einer Sperrung des gesamten Baustellenareals zwischen Hetlinger Schanze und Klärwerk einen ausgeschilderten Umweg in Kauf nehmen müssen. Die Deichsperrung erfolgt auf etwa 1,5 Kilometer Länge von Mitte Mai bis zum Herbst.

Der Dükerrückbau geschieht in sieben Phasen, erklärte von Bergmann-Korn. Los geht es Mitte Mai mit ersten Arbeiten zum Bau einer Erdrampe über den Landesschutzdeich. Das ist notwendig, weil die drei alten Metallröhren in zwei Teilstücken herausgezogen werden. Der Düker wird zwischen den Trennschnittstellen am Ufer der Insel Lühesand und dem Deichvorland am rechten Elbufer bei Hetlingen auf einer Länge von zirka 1035 Meter freigelegt und Richtung Hetlingen herausgezogen. Das dabei anfallende Baggergut wird auf Giesensand zwischengelagert. Mit den Nassbaggerarbeiten wird Ende Juni begonnen. Zum Einsatz kommt ein sogenannter Hopperbagger. Die Fachleute müssen auf den Schiffsverkehr Rücksicht nehmen.

Die Erdrampe über den Deich soll möglichst flach gestaltet werden. Die drei Röhren werden dann Ende Juli in zwei Phasen in leichtem Bogen geborgen. Die ersten 512 Meter sind die wichtigstens – wegen der Behinderung des Schiffsverkehrs. Dafür werden sechs bis sieben Stunden veranschlagt. Im Anschluss werden die Röhren in sechs Meter lange Stücke zerlegt und mit etwa 20 Lkw-Fuhren über den Deichverteidigungsweg Richtung Wedel abtransportiert. Die Rohrteile, die sich unter dem Elbdeich befinden, werden nicht herausgenommen, sondern mit Beton verfüllt. Von Montag, 4. Mai, bis zum 11. Mai kann es zu Geräuschentwicklungen kommen, weil der Druck aus den Gasleitungen genommen wird.

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