Deftige Üppigkeit in der Tenne

Das Salonorchester Gnadenlos sorgte für Stimmung.
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Das Salonorchester Gnadenlos sorgte für Stimmung.

Neue Ausstellung in Haseldorfer Galerie eröffnet

shz.de von
07. Mai 2019, 16:00 Uhr

Haseldorf | „Der Mai zeigt seine Üppigkeit, die Kleine Tenne auch“. Mit dieser Feststellung begrüßte Galeristin Brunhilde Schmalisch ihre Gäste in der Kleinen Tenne. Üppig waren die große Zahl der Besucher und auch das Programm dieser Vernissage: Aquarelle, Gemälde und Drucke sowie maritimer Schmuck von sechs Künstlern, Musik von vier kabarettreifen Unterhaltungsprofis, und wie immer in diesem Haus viel Leckeres aus Schmalischs Küche.

Die Schmuckstücke aus dem Holmer „Schatzwerk“ von Christine Lehmitz prunkten gleich im Eingangsraum. Dort waren auch schon die ersten Bilder zu sehen. Evelyn Eichingers Aquarelle „Fische und Krustentiere“ sind großenteils auf Malreisen entstanden. Weiterhin gab es Illustrationen, Cartoons und Skulpturen aus dem Nachlass des Hamburger Grafikdesigners und Karrikaturisten Heinrich Popp. Von Uschi Przybulla war Fischen in Acryl dabei. Die Rostockerin Jutta Schauer lieferte Wasser und Boote, ebenfalls in Acryl. Holger Siemann fügte Schafe und Pferde hinzu. Ein besonders buntes Schaf war allerdings kaum zu finden. Es verbarg seine Farbenpracht in einer eher dunklen Ecke unter einer Treppe. Der Platz sei aus Pietät gewählt, ließ der Maler wissen. Das Modell für das Gemälde sei nämlich einem Wolf zum Opfer gefallen. Das Publikum reagierte mit heiterem Verständnis.

Für krachend laute Heiterkeit sorgten die Musiker des Orchesters Gnadenlos, Ferdinand alias Christian Gosch (Klavier, Ukulele und Gesang), Guntislav alias Chris Drave (Geige und Gesang), Gustav alias Karsten Rachui (Klarinette, Geräusche und Gesang), sowie Stephen alias Stephan Kawski, (Bass, Urschrei und Grimassen). Sie seien „gnadenlos gut“, so begründeten die vier den Namen ihrer Formation. Auf ihrer musikalischen Weltreise „Von Hamburg nach Tahiti“ machten sie erste Rast „Unter den Pinien von Argentinien“. Die sechsjährige Marla Schmalisch war mit dem Klamauk dieses Tangos allerdings gar nicht zufrieden. Also baute sich die Enkelin der Galeristin zum Gaudi der Gäste vor der Band auf, verzog die Lippen, seufzte und rollte missbilligend die Augen.

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