1600 Kunden offline : Defektes Kabel sorgt in Wedel für Unmut

 
 

Vodafone kann kaputte Überlandleitung erst in vier Wochen reparieren. Schadensstelle liegt irgendwo in Niedersachsen.

shz.de von
03. Juli 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Ein defektes Überlandkabel irgendwo in Niedersachsen sorgt für Unmut bei Wedeler Kunden von Vodafone und 1&1. Seit Dienstag sind 1600 Kunden der Telekommunikationsunternehmen in der Region ohne Internet, teilweise auch ohne Telefon.

So beispielsweise das Autohaus Biesterfeldt-Schmidt im Kronskamp. Für den Händler hatte der Blackout schwerwiegende Folgen. „95 Prozent unserer Programme sind webbasiert. Da können sie hier eigentlich nur noch Kaffee kochen“, ärgert sich Serviceleiter Frank Glandorf. Kundenanfragen erreichten das Unternehmen nicht, die interne Kommunikation mit dem Vertragspartner VW sei gestört. „Die Kunden waren verärgert, einige könnten wir verloren haben“, Glandorf. Er ärgert sich über die schleppende Informationspolitik. Von Vodafone sei am Dienstag keine Meldung über eine Störung eingegangen. Über eine Ersatzleitung ist das Autohaus seit gestern Nachmittag immerhin wieder online.

Zu den Betroffenen gehört auch der Pharmakonzern Medac. „In manchen Bereichen können wir sehr gut arbeiten. Anderswo liegt die Arbeit brach“, berichtet Pressesprecher Volker Bahr. Man habe Notfallarbeitsplätze in der Theaterstraße eingerichtet, am dortigen Standort funktionieren die Kommunikationswege. Auch in der Neuwerkstraße sowie aus Haushalten in Holm wurde diese Zeitung über tote Leitungen informiert.

Unter Umständen brauchen die Betroffenen noch viel Geduld. „Die Reparatur des Kabels kann erst in vier Wochen in Angriff genommen werden“, sagt ein Vodafone-Sprecher gegenüber dem Wedel-Schulauer Tageblatt. Der Grund: Die Leitung werde oberirdisch an einer Hochspannungstrasse geführt. Die Trasse müsse erst für Reparaturmaßnahmen freigemacht werden. Der Konzern arbeite aber mit Hochdruck daran, Ersatzleistungen bereitzustellen. Die Ursache des Defekts sei noch nicht klar. Das Unternehmen 1&1 greift teilweise auf das Leitungssystem von Vodafone zurück und ist daher auch betroffen.

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