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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. November 2017 | 21:41 Uhr

Debatte um Jugendarbeit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Runder Tisch An zwei Tagen in der Woche gibt es offene Angebote / Weiterer Bedarf soll ermittelt werden

Benötigen die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde Hetlingen weitere offene Betreuungsangebote? Über diese Frage haben die Mitglieder des Schul- und Sozialausschusses am Dienstagabend diskutiert. Die Fraktion der Freien Wahlgemeinschaft (FW) hatte beantragt, die offene Jugendarbeit auszubauen und zu verbessern. Die FW will Jugendliche, Jugendorganisationen sowie Vereine und Verbände bei der Erarbeitung eines möglichen Konzepts einbeziehen. „In den vergangenen Jahren ist die Jugendarbeit sehr gut gelaufen, aber wir sollten den Blick ausweiten“, sagte FW-Vertreter Ralf Hübner. Nach lebhafter Diskussion wurde fraktionsübergreifend dem Vorschlag von Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) zugestimmt, einen Runden Tisch einzuberufen.

Als Sachverständige wurden die langjährigen Jugendpfleger gehört. Sven Kahns betreut nicht nur das Holmer Jugendhaus, sondern ist einen Tag in der Woche auch in Hetlingen im Einsatz. Zu seinem Donnerstagstreff kommen Kinder ab acht Jahre und Jugendliche bis 15 Jahre. Meist sind es Jungen, aber auch Mädchen sind nach Auskunft Kahns gern dabei. „Die Hetlinger Jungs vertragen sich“, betonte er. Es gebe keine Ausgrenzung von Jüngeren.

Kahns bedauert, dass der Raum an fünf Tagen in der Woche ungenutzt sei. Er ist überzeugt davon, dass sich neue Gruppen bilden würden, wäre der Raum geöffnet. Die Kinder seien sehr eingespannt mit Schule, Sportverein und Konfirmandenunterricht.

Jugendpflegerin Miriam Anneken ist seit 17 Jahren aktiv. Zu ihrem Freitagsangebot kommen Mädchen im Alter von zwölf bis 14 Jahren. Besonders geschätzt werde, dass es kein Programm gibt. „Wir erwarten nichts, das wird gern gesehen“, sagte sie. Nur eins sei Pflicht: Die Kinder müssen das Geschirr selbst wegräumen. Anneken ist überzeugt davon, dass es Bedarf für eine weitere Gruppe gibt, die sich an die Zehn- bis Zwölfjährigen richtet. Hübner kommentierte das mit den Worten: „Wir brauchen wohl nur ne Öffnungszeit und kein Konzept.“

Robert Wieber, Vorsitzender des Hetlinger Männer-Turnvereins, berichtete aus seinen Erfahrungen im Marschtreff. Dort träfen sich regelmäßig etwa acht Jugendliche. Sonnabends bietet er in der Mehrzweckhalle Basketball als Spaßangebot an. Das werde gut genutzt.

Wie teuer ein zusätzliches Angebot werden würde, darüber soll zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob es bereits ausgebildete Jugendgruppenleiter gebe. Dies wurde verneint. Wer Interesse hat, sich zu engagieren, kann sich in der Verwaltung bei Anja Stange, Telefon (0  41  22) 71  42  16, oder Jugendpfleger Kahns, Telefon (01  71) 6  84  68  85, melden.

Unabhängig davon, ob das Angebot ausgeweitet wird, soll sich im Jugendraum etwas tun. „Ich bin seit 13 Jahren dabei, und es wurde noch nie gestrichen“, sagte Kahns. Er bat um die Renovierung und bot an, dass sein Team mit Hand anlagen würde. Vorab solle allerdings von einem Fachmann geklärt werden, ob der Anstrich einfach erneuert werden könne, bat Kahns.

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