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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 15:45 Uhr

Datenschutz: Wie gläsern ist Pinneberg?

vom

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, hat gestern mit Parteifreunden aus dem Kreis Pinneberg eine Tour durch Pinneberg gemacht - und dabei nach Orten gesucht, an denen besonders viele Daten von Bürgern gesammelt werden. Ziel waren Unternehmen, eine Schule, der Bahnhof und öffentliche Plätze.

"Die Themen Geheimdienste und Internetspionage sind für viele Menschen weit weg. Aber Datenschutz betrifft uns Otto-Normal-Bürger unmittelbar", sagte Künast. Die Grünen fordern deswegen eine EU-weit geltende Datenschutzverordnung. Konstantin von Notz, Innenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, zog einen drastischen Vergleich: "Mit der Verknüpfung von Daten sind Dinge möglich, die wir uns vor ein paar Jahren nicht vorstellen konnten. Wir sind auf dem Weg in die DDR." Heute wendeten demokratische Staaten in der Überwachung ihrer Bürger Methoden an, die eher in totalitären Systemen vermutet würden.

Die Politiker fanden etliche Punkte in Pinneberg, an denen ihrer Meinung nach unnötig Daten von Bürgern gesammelt oder Videobilder aufgezeichnet würden. Dazu gehört auch der Drosteiplatz, auf den eine Webcam auf dem Rathaus zielt. Die Grünen sind zudem selbst mit der Frage konfrontiert, ob sie in ihren Büros Kameras installieren sollen. Vor kurzem wurde die Geschäftstelle Ziel einer Attacke - zum insgesamt dritten Mal. Seite 11

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