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Pläne vorgestellt : Das wird das „Hotel Hafen Wedel“

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Hiltrud Hesse KG will markanten Rundbau mit bis zu 320 Betten realisieren. Verwaltung begrüßt Rundturm-Konzept für das Hafenhotel. Hamburger Hoteliers-Familie will im hohen einstelligen Millionenbereich investieren.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 15:30 Uhr

Wedel | Über Monate wurde hinter verschlossenen Türen an der Konzeption gefeilt, gestern haben die Investoren und die Stadt die Pläne für ein neues Highlight an Wedels Maritimer Meile vorgestellt: das „Hotel Hafen Wedel“. Das Hamburger Hoteliersfamilienunternehmen Hiltrud Hesse KG will einen markanten Rundturmbau mit sechs Stockwerken plus Staffel auf dem neuen Hafenkopfplatz realisieren.

Das Konzept sieht zwei Bauabschnitte vor. In einem ersten Schritt soll der eigentliche Turm auf einem Sockelgebäude mit zirka 100 Doppelzimmern entstehen. Seitlich  flankierend sind optional  zwei Erweiterungsbauten mit nochmals insgesamt bis zu 60 Zimmern geplant. Das entspricht einer möglichen Gesamtkapazität von bis zu 320 Betten. Laut Geschäftsführerin Hiltrud Hesse sollen Kongressräume geschaffen werden, die auch größere Tagungen ermöglichen. Das Drei- bis Vier-Sterne-Hotel soll indes mit „‚bezahlbaren Preisen‘ ein ‚Haus der offenen Tür‘ werden und alle Bevölkerungsschichten und Berufsgruppen ansprechen“, so Hesse. Das Investitionsvolumen für den ersten Bauabschnitt liegt  im hohen einstelligen Millionenbereich, heißt es seitens des Unternehmens.

Gestern Abend wurden die Pläne offiziell der Politik vorgestellt. Gibt sie grünes Licht und werden sich Stadt und Hesse KG über den Grundstückskauf einig, könnte im Frühjahr 2017 Baubeginn sein. Jetzt liegt der Ball bei den Fraktionen. Gestern hat Wedels Verwaltung bei der Vorstellung der Pläne für das „Hotel Hafen Wedel“, das die Hamburger Hiltrud Hesse KG am Kopf des neuen Schulauer Hafens bauen und in Eigenregie betreiben möchte, deutlich zu verstehen gegeben, dass sie die Konzeption für den siebenstöckigen Bau mit bis zu 320 Betten ausdrücklich begrüßt.

Eine „Perle“ für die Maritime Meile

Gemeinsam mit der Hamburger Unternehmerfamilie Hesse und dem Architekten Rainer Schwarz habe man die Vorstellungen für dieses für Wedel wichtige Projekt über Monate entwickelt und sei zu einem sehr guten Abschluss gekommen, sagte Bürgermeister Niels Schmidt anlässlich einer Präsentation vor Pressevertretern. Bauamtschef Klaus Lieberknecht lobte Schwartz’ „kreativen, markanten Entwurf“ eines Rundturmbaus, der mehrere Probleme löse. Zum einen biete der Komplex mit zwei optionalen Flügelbauten als Erweiterung die Möglichkeit einer Realisierung in mehreren Schritten. Anders als beim Ursprungsentwurf aus dem Städtebauwettbewerb mit dem doppeltürmigen „Hafentor“. Dies hätte zudem Probleme bei der Aussicht aus den Hotelzimmern mit sich gebracht, die der Rundturm umschifft, so Lieberknecht.

Josef (v. r.), Joanette, Tim und Hiltrud Hesse stellten gemeinsam mit Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) die Pläne für den 320-Betten-Bau vor.
Josef (v. r.), Joanette, Tim und Hiltrud Hesse stellten gemeinsam mit Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) die Pläne für den 320-Betten-Bau vor.
 

Dazu biete der Sockelbau, auf dem der Turm fußt, einen Teilersatz für die Kasematten, auf die Wedel im Zuge der Kostenreduzierung bei Hafenumbau verzichten musste. Schwartz’ Pläne sehen eine Kombination aus Gewerberäumen, Kapazitäten für den künftigen Hafenbetrieb und hochwassergeschützter Hotelgarage vor. Zum Hafen hin sollen Fluttoren den Sockelbau schützen. Vor ihm erstreckt sich ein leicht erhöhter Terrassenbereich, der öffentlich genutzt werden kann und einen Übergang zum eigentlichen Hafen bildet.

Ziel sei es, mit dem „Hotel Hafen Wedel“ eine „Perle“ zum aktuellen Bestand an Hotelbetrieben hinzuzufügen, verdeutlichte Hiltrud Hesse, Geschäftsführerin des Hamburger Familienunternehmens. Die Hesse KG betreibt nach ihrer Aussage derzeit drei Hotels im Hamburger Westen mit insgesamt 200 Zimmern, darunter das Blankeneser Hotel Behrmann, und drei weitere Hotels in der Metropolregion mit nochmal 350 Zimmern. 85 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. In Wedel sollen laut Hesse weitere 30 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Hamburger wollen im hohen einstelligen Millionenbereich investieren, um den neu geschaffenen Kopfplatz zu erwerben und das Hotel am Schulauer Hafen zur realisieren. Was den Hafenbetrieb angeht, da hoffe man auf ein lebendiges Miteinander, so Hesse. Erste Gepräche mit den Interessenten – zwei Unternehmer aus Wedel – würden bereits laufen. „Wir sind guter Dinge, dass sich die Projekte gegenseitig befruchten“, so Schmidt. Wenn das Hotel komme, werde auch der Hafenbetrieb für Investoren wieder interessanter. Wedel hofft, dass noch 2016 die ersten Sportboote im neuen Hafen anlegen.

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