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Entwässerung in Wedel : Das sind die neuen Gebühren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Preissenkungen um 7,34 und 6,25 Prozent ab 2016 - das sind die Auswirkungen für den Bürger.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Gebührensenkung im Schmutz- und Niederschlagswasser, so hatten es die Wirtschaftsprüfer der Stadtentwässerung empfohlen. Werkleiter Uwe Harms und sein Team haben daher ihre Rechner gezückt, um zu kalkulieren, was geht. Ergebnis: Zum 1. Januar soll die Schmutzwassergebühr um 7,34 Prozent sinken. Ebenfalls mit Beginn des neuen Jahres soll zudem der Preis für Niederschlagswasser um 6,25 Prozent reduziert werden. Der Bauausschuss hat einer entsprechenden Satzungsänderung bereits einstimmig zugestimmt. Ein abschließendes Ja ist in der Ratssitzung am Donnerstag, 17. November, zu erwarten.

Die in Aussicht stehende Senkung in absoluten Zahlen: Schmutzwasser soll ab Januar mit 2,40 Euro pro Kubikmeter berechnet werden. Bislang nimmt die Stadtentwässerung 2,59 Euro. Berechnet werden die Schmutzwassergebühren anhand des Frischwasser-Verbrauchs. Durchschnittswert für einen Single-Haushalt liegt nach Stadtwerke-Angaben bei 44 Kubikmeter – macht 8,36 Euro Ersparnis im Jahr. Für den Vier-Personen-Haushalt legt die Modellrechnung einen Jahresverbrauch von 176 Kubikmeter Wasser zugrunde. Das entspricht einer Vergünstigung von 33,44 Euro bei dem neuen Gebührensatz.

Für das Niederschlagswasser ist ab Januar 60 Cent statt bislang 64 Cent pro Quadratmeter Niederschlagsfläche auf dem eigenen Grundstück zu zahlen. Als solche wird nach Stadtentwässerungs-Angaben die versiegelte und beziehungsweise oder befestigte Fläche bezeichnet, von der Niederschlagswasser in den Niederschlagswasserkanal eingeleitet wird. Hierzu gehören insbesondere Dachflächen, Zuwegungen, Stellplätze und gegebenenfalls angeschlossene Drainageleitungen.

Klares Ziel ist für Stadtentwässerungschef Harms, dass die Senkung über einen längeren Zeitraum Bestand haben soll. Zuletzt wurden die Gebühren zum Januar 2014 angepasst – nach oben. Wie berichtet ist die Preissenkung auf eine positive Bilanzentwicklung seit 2013 zurückzuführen. Harms erklärte dies unter anderem mit konsequenten Kontrollen und in der Folge einem merklichem Rückgang der so genannten Fremdwassereinleitung, also der Zuführung von Regenwasser zum Schmutzwasser-System. Dies führe zu verminderten Abgaben ans Klärwerk. Zudem habe es nur selten Starkregenereignisse gegeben. Und Wedel habe aufgrund der klammen städtischen Kassen in vertretbarem Maß Investitionen ins Entwässerungsnetz reduziert.

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