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Promi-Talk in Wedel : Das „Rote Sofa“ ermöglicht den Spieltreff

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Benefizshow der Rotarier spielt 15.162 Euro für das JRG-Schüler-Projekt an der Unterkunft Ansgariusweg ein.

Wedel | Rotarier-Präsidentin Andrea Koehn griff zum Rotstift und korrigierte den Spendenscheck ein zweites Mal. 15  162 Euro war der Endstand, genug, um den Spieltreff am Ansgariusweg Wirklichkeit werden zu lassen. Ein Seufzer der Erleichterung war zu spüren, denn Minuten früher lag das Ergebnis des Benefiz-„Rote-Sofas“ im Bootsschuppen Eins noch mehrere Tausend Euro darunter.

Das Happy End der beliebten Wohltätigkeitsveranstaltung war Simona Dumitrescu von der Trioptics GmbH zu verdanken. Sie machte aus der Versteigerung des „Danke Wedel“-Bildes von Schnellzeichner Stefan Wirkus mit immer höheren Geboten zuletzt ein spannendes Duell, aus dem sie als Siegerin hervorging. Die rund 500 Besucher belohnten sie mit dröhnendem Applaus.

Die Promis auf dem Roten Sofa ihrerseits hatten sich zuvor mit originellen Einfällen überboten, um den Auktionskrimi bis zum letzten Moment anzuheizen. Zeichner Wirkus fügte dem Danke-Bild ein Konterfei der Talk-Runde hinzu. Tagesschau-Sprecher Jens Riewa verpflichtete sich, im Wohnzimmer der Gewinner Wunschnachrichten zu verlesen, Moderator Yared Dibaba versprach, dabei zu sein oder wenigstens seinen kleinen Bruder Benjamin zu schicken. Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebergt blieb lieber unverbindlich: Er werde darüber nachdenken, wie er die Queen zum Erscheinen bewegen könne. Und Herr Werner Mommsen? Der plapperte munter drauf los, brauchte aber noch das OK seines Erfinders Detlef Wutschik.

Die Versteigerung war die letzte Nummer der Promis. Vorher hatten sie rund zwei Stunden aus ihren jeweiligen Nähkästchen geplaudert. Und wie es sich für eine offizielle Zusammenkunft bedeutender Persönlichkeiten gehört, wurde jede Äußerung genauestens protokoliert, allerdings in Karikaturen, vom Schnellzeichner mit gekonnten Strichen zu Papier gebracht und über Monitor vom Publikum schmunzelnd begutachtet.

Die Klasse 8a vom Johann-Rist-Gymnasium brachte das Förderprojekt „Spieltreff am Ansgariusweg“ ins Gespräch und hat mit der Umsetzung bereits begonnen. Die Rotarier belohnten ihr Engagement mit 500 Euro.
Die Klasse 8a vom Johann-Rist-Gymnasium brachte das Förderprojekt „Spieltreff am Ansgariusweg“ ins Gespräch und hat mit der Umsetzung bereits begonnen. Die Rotarier belohnten ihr Engagement mit 500 Euro. Foto: Stolzenberg
 

Mitten unter den Zuhörern hatte die Klasse 8  a des Johann-Rist-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Martin Balasus Platz gefunden. Sie waren es, die den Rotariern den Spieltreff an den Flüchtlingsunterkünften im Ansgariusweg als Förderungsprojekt ans Herz gelegt hatten. Mehr noch: Statt auf das Votum des Clubs zu warten, hatten sie bereits Hand angelegt und das Gelände mit Hacken und Schaufeln vorbereitet. Dafür durften sie einen 500-Euro-Scheck mit in die Schule nehmen. „Aus der Clubkasse“ und nicht etwa aus den Spendeneinnahmen, wie Präsidentin Koehn betonte.

Der Club habe alle weiterführenden Schulen der Stadt um Förderempfehlungen gebeten, ergänzte die Rotarier-Chefin. Drei realisierbare Vorschläge seien eingegangen, alle wertvoll, aber man habe sich auf einen beschränken müssen, den Spieltreff. Am 27. Juli werde die fertige Anlage mit einer Grillparty für neue und alteingesessene Nachbarn eingeweiht.

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