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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 19:46 Uhr

Wedel : Das Rathaus wird zur Galerie

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Lokale Kunstschaffende zeigen bis zum 4. November ihre Werke. 142 Bilder und Skulpturen sind auf drei Etagen zu sehen.

Wedel | Richtig bunt ist es im Rathaus, und das noch bis zum 4. November. Solange zieren 142 Werke von 71 Wedeler Künstlern die Flure aller drei Etagen. „Kunst im Rathaus“ heißt die Schau. Nicht nur für Besucher, die Behördengänge erledigen, eine schöne Zugabe, sondern auch für alle hier Beschäftigten: „Wir kommen uns vor, als dürften wir in einer Galerie arbeiten“, schwärmte Bürgermeister Niels Schmidt.

Stefanie Bossen organisierte die alljährliche Präsentation des Wedeler Kunstschaffens zum zweiten Mal, und dann gleich mit Rekordbeteiligung. „Ganz schön mühsam, für so viele Bilder geeignete Wände zu finden“, resümierte sie die Hektik der letzten Tage. Nicht alle Künstler seien glücklich mit der Platzierung ihrer Werke, war ihr schmerzlich bewusst. Aber, so ihr Trost, vielleicht werden die Betrachter beim Rundgang gerade in etwas abgelegen Ecken nach dem Besonderen suchen.

Die Aussteller müssen in Wedel zu Hause sein. Künstlerische Kriterien für die Teilnahme gibt es nicht. Das ist erkennbar. Manche Bilder sind eben brav gemalt, mit Buntstiften zum Beispiel. Aber immer wieder stößt man auf faszinierende Hingucker, Aquarelle, Acrylgemälde, Fotografien, Zeichnungen. Dramatisches ist dabei wie Begegnungen von Ozeanriesen und kleinen Seglern auf hoher See. Oder Witziges wie Monika Schlottmanns „Paolo& Friend“, Herr und Hund, die griesgrämlig über eine Theke blinzeln. Sie müssen sich nicht dicht nebeneinander aushalten, denn das Kunstwerk besteht aus zwei Gemälden. Und ja, es lohnt sich, in alle Winkel zu schauen. Manchen Kunstgenuss würde man sonst verpassen.

Besonders geehrt wurde eine Künstlergruppe, die das attraktive Plakat der diesjährigen Ausstellung gestaltet hatte. Es zeigt fünf Bilder, in denen sich die Vielfalt des Wedeler Kunstschaffens widerspiegelt: Reinhold Paukas Aquarell „Badespaß“, eine Fotografie von Jürgen Lieske mit einer Baumreihe, die sich im Wasser spiegelt, ein Ölgemälde von Zita Start, das ein wild geschminktes Gesicht hinter einer Art Spinngewebe zeigt, ein Blatt voller Buchstaben in Mischtechnik mit dem Titel „amour fou … my typewriter“ von Anna Goldmund und schließlich einen abstrakten „Sommer in Schweden“, Ölgemälde von Tim Warnholz. Zur Vernissage gab es auch Musik: Dafür sorgten Adrian Hanack (Saxophon) und Florian Kiehn (Gitarre) als „Duo Hafenstraße“.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 14:00 Uhr

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