zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 02:52 Uhr

Wedel : Das plant Rehder am Kirchstieg

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mitte 2015 erster Spatenstich für die „MarschKieker“-Häuser mit Wohnprojekt, Öko-Bauweise und gefördertem Wohnungsbau

Udo Möller oder Joachim Rehder: Diese Frage zum Verkauf des Kirchstieg-Areal ist geklärt. Offen dagegen war bislang– zumindest für die Öffentlichkeit –, was der Wedeler Bauunternehmer Rehder, der das 7000–Quadratmeter-Grundstück kurz vor Weihnachten für 1,6 Millionen Euro von der Stadt gekauft hat, eigentlich genau vorhat an der Geestkante. Das Tageblatt hat nachgefragt.


Vier Gebäude, 40 Wohnungen


„MarschKieker am Kirchstieg“, so nennen Joachim Rehder und Firmen-Junior Stephan ihr Wohnungsbau-Projekt, das 2014 in die Feinplanung gehen soll. Fest steht bereits: Vier Häuser entstehen zwischen Höckner-Straße und Gau-Heim. Drei in erster Reihe – ein Zweistöcker plus Staffel im Westen, daneben zwei Vierstöcker. Ebenfalls vierstöckig wird das rückwärtige Gebäude, das mit öffentlichen Fördermitteln gebaut wird: je sieben Wohnungen im ersten und zweiten Förderweg, spricht mit 5,50 und sieben Euro Einstiegsmiete, 50 bis 85 Quadratmeter groß, barrierefrei mit Balkon und Marschblick.

Die anderen beiden Viergeschosser bekommen je acht Eigentumswohnungen zwischen 85 und 120 Quadratmeter Größe. Der westliche Bau mit zehn Einheiten ist einem Wohnprojekt vorbehalten, wie insgesamt der Gemeinschaftsgedanke beim „MarschKieker“ im Vordergrund stehen soll. Das reicht vom gemeinschaftlichen zentralen Pavillon mit Küchen- und WC-Einheit und den gemeinsamen Gärten / Außenanlagen über mindestens ein für alle Eigentümer nutzbares E- oder Hybrid-Auto bis hin zum Blog zwecks Planung von Aktivitäten. Laut Rehder ist denn auch noch offen, ob gegebenenfalls noch mehr Wohnungen oder gar die komplette Anlage Teil des Wohnprojekts werden. Das Ganze ist ein Novum für Rehder. Zwecks Beratung und Organisation haben die Wedeler Unternehmer daher ein Hamburger Büro mit Kontakten und Erfahrungen in diesem Bereich ins Boot geholt. Und der Prozess braucht Vorlauf: Baubeginn werde daher auch nicht vor Mitte 2015 sein. Mit Bezug rechnet Rehder ab 2017.

Konkret dagegen sind bereits gestalterische Aspekte. Die Baukörper lassen zwei Sichtachsen Richtung Marsch und zeigen an der Geestkante Fronten mit viel Glas. Die Grundstücksgrenze ist offen, ohne Zaun.


Versorgung über ein Stadtwerke-BHKW


Stichwort ökologisches Bauen: Die Flachdächer werden begrünt, statt der weit verbreiteten Wärmedämmverbundsysteme sollen größtenteils klassische Klinker an die Fassaden. Dennoch wird der KfW-70-Standard für die Häuser gelten. Erste Gespräche über eine Versorgung durch ein Stadtwerke-Blockheizkraftwerk laufen. Autos kommen in einer Tiefgarage unter, für Fahrräder wird ein überdachter Stellplatz gebaut.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen