zur Navigation springen

Holm : Das Partnerprojekt der Kirchengemeinde Wedel-Holm mit dem tansanischen Lupila gedeiht weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ein Miteinander auf Augenhöhe -aktive werden gesucht.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Holm | Beziehungen ganz bewusst partnerschaftlich zu gestalten, um dann auf Augenhöhe miteinander umzugehen: Das ist eine Maxime, die Pastorin Susanne Schmidtpott in ihrer Predigt am Sonntag sicher nicht nur auf den Tansania-Partnerschaft-Gottesdienst bezog. Mehr als 50 Besucher hatten sich im Holmer Gemeindezentrum eingefunden, um mit dem Tansania-Team der Kirchengemeinden Wedel- Holm eine besondere Andacht zu feiern. Für die Gäste unsichtbar würden zur gleichen Zeit in mehreren Kirchen im Westen Hamburgs und im tansanischen Hochland Gottesdienste mit einer untereinander abgestimmten Gottesdienstordnung gefeiert werden, erzählte Schmidtpott. So würden alle Teilnehmer durch dieselben Lieder, den Predigttext und die Gebete füreinander miteinander verbunden sein.

Als Zeichen zur Nähe der afrikanischen Partner-Gemeinden wurden neben dem „Laudate omnes gentes – Lob singt ihr Völker alle“ auch einige Lieder auf Kisuaheli gesungen, wie etwa „Tuna imba“ und „Asante sana Yesu“. Die Gemeinde wurde dabei von dem Pianisten Wojtek Zukowski begleitet. Er spielte auch einige klassische Solostücke. Statt der üblichen Epistel gab es einen Diavortrag der langjährigen Wedeler Schulleiterin Sibylle Leuner über Begegnung und Partnerschaftin der tansanischen Partnerstadt Holms „Lupila“. Sie war zusammen mit fünf Vertretern der deutschen Partnergemeinden dorthin gereist, um sich mit den neuen Integrationsgesetzen auseinanderzusetzen. Mit 40 Teilnehmern waren auch der dortige Probst und zwei Vertreter aus der Hauptstadt Dudoma vertreten.

Leuner zeigte sich überrascht über den großen Fortschritt in Lupila, nachdem vor einigen Jahren – nach dem ersten Aufbau in den 1990er Jahren, welcher maßgeblich durch das Ehepaar Rolf und Sibylle Wassermann statt fand – noch katastrophale Bedingungen herrschten. Viele Familien waren durch Aidserkrankungen verwaist.

Inzwischen hat sich in Lupila das Problem der Wasserversorgung sehr entscheidend verbessert, so Leuner. Durch sanitäre Anlagen sind weniger Kranke zu verzeichnen, und die Frauen können so viel Gemüse anbauen, dass sie einen Teil davon verkaufen können. Auch Bäume werden aus eigener Initiative gepflanzt, und es gibt in Lupila eine Grund- und eine weiterführende Schule. Die Eigenständigkeit im Dorf greift inzwischen auf allen Ebenen. Die Bewohner seien in der Neuzeit angekommen, schilderte Leuner ihre Eindrücke.

Das Tansania-Team mit ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den Gemeinden Wedel, Holm und Schenefeld trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat, das nächste Mal am 24. Februar, um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Holm, Steinberge. Neue Mitwirkende  sind willkommen.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen