Hetlingen/Wedel : Das Ministerium bremst den Nachtbus aus

Die Finanzierung für den Nachtbus steht, trotzdem fließt kein Geld: Beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) hakt´s, sagen Mitglieder des Hetlinger Jugendbeirats.

Die Finanzierung für den Nachtbus steht, trotzdem fließt kein Geld: Beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) hakt´s, sagen Mitglieder des Hetlinger Jugendbeirats.

Jugendliche sind sauer: Der Bewilligungsbescheid für die notwendigen Fördergelder lässt auf sich warten.

shz.de von
13. Februar 2016, 15:00 Uhr

Wedel/Hetlingen | Wo bleibt der Nachtbus, der Jugendliche aus Marsch und Geest an Wochenenden sicher nach Hause bringen soll? Das Projekt dreier Schülerinnen der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel hatte rasant begonnen. Doch jetzt stockt es.

Julius Körner und Florian Kleinwort vom Hetlinger Jugendbeirat sind sauer. Die Finanzierung steht, trotzdem fließt kein Geld: Beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) hakt’s, erklären sie. Die Behörde schickt den Bewilligungsbescheid über die Förderung durch die Aktivregion nicht zurück. Körner: „Es ist bedauerlich, dass sich der Starttermin durch eine bürokratische Formalie derart lange hinauszögert.“ 

Eigentlich sollte das Pilotprojekt im Januar starten. Geld geben die beteiligten Kommunen. Zudem beschloss die Aktivregion im November vergangenen Jahres, die Nachtbuslinie über drei Jahre hinweg mit 65 Prozent zu unterstützen. Die Entscheidung sei sofort nach der Sitzung ans MELUR versandt worden, versichert Regionalmanager Dirk Appelt. In der vergangenen Förderperiode seien Antworten nach einem Monat zurückgekommen.

Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU) hat  bereits nachgehakt, um den Stand der Bearbeitung zu erfahren. Sie sieht das Vertrauen gefährdet. „Wenn es so ist, dass die Gelder alle da sind, und es an Engpässen bei den Entscheidern auf Landesebene liegt, dann ist das kaum noch zu vermitteln.“ 

Ministeriumssprecher Sönke Wendland bestätigt auf Nachfrage, dass der Antrag Anfang Januar in der Behörde eingegangen sei. Eine gründliche Prüfung benötige Zeit. Im Übrigen sei  eine Bewilligung kein Automatismus. Mit einem Ergebnis sei Ende Februar zu rechnen, so Wendland.

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