Das lange Warten auf Glasfaser

Verbandsvorsteher Jürgen Neumann (rechts) hofft mit seinen Mitarbeitern Helge Stein und Ann-Katrin Richert, dass es schnell vorangeht mit der Verlegung des Glasfaserkabels.
Verbandsvorsteher Jürgen Neumann (rechts) hofft mit seinen Mitarbeitern Helge Stein und Ann-Katrin Richert, dass es schnell vorangeht mit der Verlegung des Glasfaserkabels.

Zweckverband Breitband sucht weiter Tiefbauer

shz.de von
02. August 2018, 16:00 Uhr

Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) guckt zufrieden auf seinen Computerbildschirm. Seit einigen Stunden ist das Büro des Heistmers ans Glasfasernetz angeschlossen. „Das ist so schnell, ich erschrecke mich noch“, gesteht er. In seiner Eigenschaft als Vorsteher des Zweckverbands Breitband Marsch und Geest (ZBMG) ist Neumann allerdings weniger zufrieden. Mit der Verlegung des Glasfasernetzes läuft es immer noch im Schneckentempo. Der Grund: Derzeit wird in der Republik gebuddelt, was das Zeug hält. Einen Tiefbauer zu finden sei ein schwieriges Unterfangen. Wenn doch einer den Auftrag haben möchte, schüttelt Neumann nur mit dem Kopf. „Alle Angebote sind jenseits von Gut und Böse, die Tiefbaupreise sind explodiert“, sagt er.

Der Neumann hat in der inzwischen dritten Ausschreibung kleinteilig geplant. ZBMG-Chef hofft, dass das zum gewünschten Erfolg führen wird. Im Förderbescheid des Bundes war festgelegt worden, dass das Projekt 2018 abgeschlossen sein soll. Nun wurde diese Frist bis 2019 verlängert. „Ich habe Kontakt zu Regierungsstellen aufgenommen“, sagt er. Denn mit dem Problem der hohen Tiefbaupreise steht der Kreis Pinneberg nicht allein da. Der Bund habe für den Breitbandausbau drei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, 20 Millionen davon für unsere Region.

170 Kilometer Gräben müssen ausgehoben werden, hinzu kommen etliche Kilometer für die Hausanschlüsse. „Dithmarschen hat das gesamte Projekt um ein Jahr verschoben“, berichtet Neumann. Dennoch hofft der Verbandschef, dass es bald wie geplant für Haseldorf, Haselau und den Moorreger Ortsteil Klevendeich vorangeht.

Eine gute Nachricht hat Neumann aber auch zu verkünden: Personell ist der Zweckverband Breitband gut aufgestellt. Er freut sich, mit Bauingenieurin Ines Nicolaisen, Verwaltungskraft Ann-Katrin Richert und Helge Stein, den Neumann als potenziellen Geschäftsführer bezeichnet, drei engagierte Fachleute gefunden zu haben.

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