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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 20:52 Uhr

Wedel : Das Klinikbad erstrahlt in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bewegungsbad im Regio Klinikum modernisiert. Medizinische Schwerpunktbildung in Wedel noch nicht abgeschlossen.

Wedel | Auf dem Weg zu einem Zentrum für Geriatrie, Innere Medizin, Pneumologie sowie Beatmungsmedizin ist das Regio Klinikum Wedel einen großen Schritt vorangekommen: Das Bewegungsbad im Untergeschoss der Klinik wurde generalüberholt und „erstrahlt nun wieder in neuem Glanz“, wie Anja Bögner, Leiterin der Physiotherapie, erfreut feststellt.

32.000 Euro hat das Krankenhaus in die Hand genommen. Fotos auf Stellwänden im Flur dokumentieren die einzelnen Umbauschritte. „Es sah hier fast so aus wie in einem Rohbau“, beschreibt Angela Bartels, Vorsitzende der Regio-Klinik-Geschäftsleitung, ihren Eindruck.

Sorgenkind der 20 Jahre alten Anlage war der Sanitärbereich: Umkleiden, Duschen und Toiletten, alles wurde entkernt und neu gestaltet. Im Schwimmbecken mussten die Fugen erneuert werden. Fliesen und Filteranlage waren bereits vor sechs Jahren auf den neusten Stand gebracht worden. Die Renovierungsarbeiten dauerten sechs Wochen. Währenddessen war das Bad geschlossen. Jetzt ist es nicht nur für Krankenhauspatienten wieder zugänglich, sondern auch für Vereine und Partner, die das Bewegungsbad als Externe nutzen.

Wie berichtet stellten im Juli die Regio Kliniken des Kreises ihr neues Gesamtkonzept vor. Darin wird auf Spezialisierung und medizinische Schwerpunkte gesetzt. Urologie und Wirbelsäulenmedizin in Pinneberg und Elmshorn, Geriatrie als ein Kernbereich in Wedel. „Für geriatrische Patienten ist das Bewegungsbad besonders wichtig“, erklärt Bartels. Viele ältere Menschen seien multimorbid, das bedeutet, sie sind von vielen Erkrankungen gleichzeitig betroffen. Das wiederum setzt an eine ganzheitliche Versorgung hohe therapeutische Anforderungen. Das Klinikum Wedel trägt dem nicht nur personell Rechnung. Im Krankenhaus gibt es neben dem warmen Bewegungsbad noch zahlreiche weitere therapeutische Funktionsräume. „Vieles ist hier ebenerdig“, so Bartels, auch ein Vorteil für die Generation 70plus.

Die Klinik für Geriatrie, Holmer Straße 155,  lädt für Freitag, 2. Oktober, von 16 bis 19 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ein. Neben geführten Rundgängen und Vorführungen gibt es Informationen zu den Themen Familiale Pflege und Versorgungsmanagement, Hilfsmittel, Reaktionstests sowie Einblicke in logopädische Diagnostik. Zudem stellt sich der Förderverein vor. Um 17.30 Uhr beginnt der Vortrag „Geriatrie im interdisziplinären Team“. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Der Eintritt und das Parken sind kostenfrei.

Der Förderverein des Klinikums spendiert zur Badeinweihung neue so genannte Beinschwimmer, die über den Fuß gezogen im Wasser Widerstand geben, in den Händen als Auftriebshilfe wirken. Darüber hinaus sollen neue Bildleisten im Untergeschoss den Physiotherapiebereich verschönern helfen. Schon mit dem Patientengarten bekundeten die Förderer ihre Unterstützung für den Schwerpunktkurs Geriatrie. Sie achteten darauf, dass das ganze Areal auch von Bewegungseingeschränkten sicher erkundet werden kann.

Mit Investitionen ins Bad, in die Intensivstation und in medizinische Geräte ist die Neuausrichtung des Klinikums noch nicht beendet. Anträge auf weitere Betten seien gestellt, so Bartels. Sie rechnet damit, dass die Umwandlung in eineinhalb Jahren abgeschlossen ist.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 15:00 Uhr

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