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Sternenbrücke : Das Kinderhospiz weiht eine neue Blockhütte ein

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neuer Rückzugsort und Raum für neue Angebote: 4000 Besucher kamen zum „Tag der offenen Tür“.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 16:30 Uhr

Wedel | Seit längerer Zeit schon ist eine Blockhütte der Herzenswunsch von Ute Nerge, Leiterin des Kinderhospizes Sternenbrücke. Sonntag nun ging er in Erfüllung: Bei strahlendem Sonnenschein konnte das Holzhaus, das auf dem Gelände der Hospizanlage inmitten der Natur von Bäumen umgeben steht, eingeweiht werden.

„Wir sind so glücklich und dankbar, dass wir diese Blockhütte jetzt fertigstellen konnten“, freute sich Nerge. Das Kinderhospiz hatte zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen, knapp 4000 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich umzusehen. Das gelbe Band, das die funkelnagelneue Hütte noch schützte, durften Geschwisterkinder der erkrankten Hospizkinder durchschneiden. Besonders für sie hatte sich Nerge die Blockhütte gewünscht.

Sie soll ein Rückzugsort sein. Der ob seiner Funktion extra auch räumlich von Pflegebereich und medizinischer Betreuung getrennt platziert worden war. Ein Platz zum Luftschnappen für die Geschwister, ein Aufenthaltsort außerhalb des Pflegealltags, aber dennoch in der Nähe von Eltern und krankem Bruder oder Schwester.

Naturnah auch im Innern: Die Gestaltung der Blockhütte zog viele Neugierige an.
Naturnah auch im Innern: Die Gestaltung der Blockhütte zog viele Neugierige an. Foto: Sternenbrücke
 

Nicht nur die Wände der Blockhütte sind aus Holzpfählen. Auch im Innern ist alles naturnah gestaltet. Die Sitzbänke im großen Raum beispielsweise sind halbe Baumstämme. Ein großer stabiler Holztisch lädt zum Essen, Basteln und Spielen ein. Zudem ist eine Fußbodenecke als gemütlicher Begegnungs- und Gruppenbereich gestaltet. Eine Küchenzeile und eine Toilette sorgen für die nötige Autarkie.

Eine Brücke in die Natur

Durch die Massivholzbauweise und die naturnahe Ausgestaltung des Innenraums trage die neue Hütte auf ganz besondere Weise zu dem Konzept der Natur-Erlebnispädagogik bei, das von den Mitarbeitern als hilfreich in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen erfahren wurde, erklärt Sternenbrücke die Idee: „Wie eine Brücke in die Natur, in der Leben und Vergehen, Abschied und Neubeginn sinnlich spürbar sind.“

Alles in dem Haus ist barrierefrei und behindertengerecht gestaltet, denn auch die kranken Kinder sollen die Blockhütte in Anspruch nehmen dürfen. Zudem werden Trauerbegleiter und Pädagogen den Raum in ihre inhaltliche Arbeit integrieren. Ideal sei sie als „geschützter Bereich für Gespräche mit Kindern, die im Rahmen von Entlastungspflegeaufenthalten oder nach dem Verlust eines Geschwisters zu uns kommen“, erklärt Pressesprecherin Christiane Schüddekopf.

Vor eineinhalb Jahren fing Sternenbrücke an, extra Spenden für das Projekt zu sammeln. 170  000 Euro kostete die Blockhütte letztendlich „mit allem drum und dran“. Nerge: „Für unsere Kinder wünsche ich mir, dass sie hier einen besonderen Ort für sich finden, zum Spielen und zum Austausch, vielleicht aber auch, um Erinnerungstag oder Geburtstag zu feiern.“  

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